ÖVP Sagartz zum rot-blauen Pflege-Anstellungsmodell

Eisenstadt, 27. 9. 2019

Kaum Interesse, arbeitsrechtlich bedenklich und am Ende weniger Geld

 Das rot-blaue Modell zur Unterstützung pflegender Angehöriger hat sich als Mogelpackung herausgestellt. „Von 200 Anfragen sind 50 Interessierte geblieben, das ist mehr als bescheiden. Überstunden und Tätigkeiten, die als Dienstnehmer nicht erlaubt sind, sollen in der Zeit als ‚pflegender Angehöriger‘ gemacht werden. Und noch dazu kommt, dass das Haushaltseinkommen insgesamt weniger wird“, erklärt ÖVP-Gesundheitssprecher Christian Sagartz und hält fest: „Wie befürchtet, ist das ein Etikettenschwindel sondergleichen!“

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Mag. Christian Sagartz, ÖVP

 

Mit scharfer Kritik reagiert ÖVP-Gesundheitssprecher Christian Sagartz auf die gestern präsentierten Details zum Pflege-Anstellungsmodell. Auf die Frage was passiert mit der Pflege und Betreuung nach den 40 Stunden Anstellung beim Land, antwortet der interimistische Geschäftsführer der Pflegeservice Burgenland GmbH Keckeis damit, dass die Menschen Überstunden halt in ihrer Funktion als Angehörige machen. Außerdem sollen Aufgaben, die man mit einer Heimhilfeausbildung nicht machen darf, dann halt als pflegender Angehöriger gemacht werden. „Damit hat sich das Pflege-Anstellungsmodell als Mogelpackung herausgestellt. Wir fordern einen sofortigen Stopp!“, so Sagartz.

 

Berechnungen zeigen: Anstellungsmodell verkleinert Familieneinkommen

Berechnungen der Volkspartei und der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft zeigen, dass das Haushalteinkommen der Menschen mit dem neuen Anstellungsmodell weniger wird. „Rot-Blau vergisst immer zu sagen, dass die Pflegebedürftigen einen Großteil dieses Anstellungsmodell selbst finanzieren müssen. So werden ihnen bis zu 90 Prozent des Pflegegeldes und ein Teil der Pension weggenommen. Damit werden Familieneinkommen kleiner und es bleibt beinahe kein Geld für Besorgungen von Pflegemitteln“, so Sagartz abschließend.

Pressetext von: ÖVP
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