ARBÖ Burgenland: Richtiges Verhalten bei Wildwechsel

Eisenstadt, 28. 9. 2019

„Viele Wildunfälle ereignen sich jetzt im Herbst in der Dämmerung“, warnt der ARBÖ-Experte Gerhard Graner. In Österreich fallen pro Jahr mehr als 70.000 Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer. „Zusammenstöße mit Wildtieren sind aber auch für Fahrzeuglenker gefährlich“, sagt Graner. „Viele dieser Kollisionen gehen für den Menschen glimpflich aus, dennoch gibt es jährlich viele schwere Unfälle mit Wildtieren, bei denen auch Personen zu Schaden kommen.“

 

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Richtiges Verhalten bei Wildwechsel – Tipps vom ARBÖ-Experten:

>>> Fahrzeuglenker müssen ihr Verhalten anpassen: Besonders in den Morgen- und Abendstunden muss man im Bereich von Wildwechsel-Warnschildern aufmerksam und vorausschauend fahren sowie das Tempo reduzieren!

>>> Besondere Vorsicht geboten ist auf wenig befahrenen Nebenstraßen. Vor allem bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten ist mit Wildwechsel zu rechnen.

>>> Überquert Rotwild in der Dämmerung oder Nacht die Straße, mehrmals kurz die Hupe betätigen. Fernlicht irritiert das Wild, sodass es mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt.

 

Wenn ein Zusammenstoß unvermeidbar ist

>>> Nicht dem Wild auszuweichen, wenn das Risiko besteht, gegen einen Baum zu prallen, im Straßengraben zu landen oder den Gegenverkehr zu gefährden.

>>> Wenn man merkt, dass ein Zusammenstoß mit dem Rotwild oder einem Wildschein nicht mehr vermeidbar ist, sollte man das Lenkrad gut festhalten, damit das Fahrzeug beim Zusammenprall nicht von der Spur abkommt.

 

Was tun nach einem Wildunfall?

Ist ein Wildunfall passiert, muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei verständigt werden“, erklärt Graner. Die Nichtmeldung eines Schadens ist strafbar, denn bei einem Wildschaden besteht laut Straßenverkehrsordnung unverzügliche Verständigungspflicht. Das getötete Wild darf niemals mitgenommen oder zum Tierarzt transportiert werden. Eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls bei der Polizei ist hilfreich, damit der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen werden kann“, so der Experte vom ARBÖ Burgenland.

 

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