Fachtag für DirektvermarkterInnen 2020 in Eltendorf

Eltendorf, 4. 2. 2020

Berlakovich: Der Kauf beim regionalen Direktvermarkter sichert die Existenz bäuerliche Familienbetriebe

lwk

Bereits zum 27. Mal fand die Vollversammlung des Landesverbands der bäuerlichen Direktvermarkter Burgenland statt. Der Fachtag wurde dieses Jahr im Gasthof Kirchenwirth Mirth in Eltendorf/Bez. Jennersdorf abgehalten. Neben Obfrau Ök.-Rat Elisabeth Aufner und Geschäftsführer Ing. Gerhard Perl, befand sich auch DI Nikolaus Berlakovich, Präsident der Bgld Landwirtschaftskammer, unter den Ehrengästen. Mag.a (FH) Christina Mutenthaler, MBA und Julia Göschelbauer, MA vom Netzwerk Kulinarik informierten die Teilnehmer über „Qualitäts- und Herkunftssicherung für bäuerliche Direktvermarkter“.

Im Burgenland werden derzeit 92 Mitgliedsbetriebe vom „Landesverband bäuerlicher Direktvermarkter“ betreut und beraten. Davon sind 56 Betriebe mit dem Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“ zertifiziert – Tendenz steigend. Denn aktuell sind zwölf Betriebe zur „Gutes vom Bauernhof“-Zertifizierung angemeldet.

 

„Bäuerliche Direktvermarktung gewinnt an Wert“

„Der Trend zur Regionalität ist unverkennbar. So ist auch die Wertschätzung der bäuerlichen Direktvermarktung im Burgenland gestiegen. Die Zahl der bäuerlichen Verarbeiter und Vermarkter ist stetig im Steigen. Bäuerliche Produkte wie „Gans im Glas“, Die Südburgenlandschnecke oder der Wulkaprosciutto zeigen, dass unsere Bauern immer innovativere und kreativere Wege finden, ihre hochwertigen Produkte zu vermarkten“, berichtet Landwirtschaftskammerpräsident Berlakovich.

Berlakovich weiter: „Viele bäuerliche Familienbetriebe im Burgenland haben die Direktvermarktung zu einer interessanten Einkommensquelle ausgebaut. Sie sichern über den Verkauf von Qualitätsprodukten ihr betriebliches Einkommen. Durch den direkten Kontakt zum Kunden – ob Ab-Hof, in Bauernläden und bei Bauernmärkten – wird das Konsumentenvertrauen in die Qualität landwirtschaftlicher Lebensmittel gestärkt.“

„Die größte Chance der burgenländischen Landwirtschaft ist die Erzeugung von hochwertigen Qualitätsprodukten. Durch den Konsum von regionalen Lebensmitteln, bleiben Arbeitsplätze gesichert und die Existenz bäuerlicher Betriebe erhalten. Unser Ziel ist es, die hohe Qualität und den klimafreundlichen Aspekt bäuerlicher Lebensmittel bei den Konsumenten hervorzuheben. Das Burgenland bietet von Region zu Region verschiedenste Produkte. Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei“, so Obfrau Ök.-Rat Elisabeth Aufner und Geschäftsführer Ing. Gerhard Perl unisono.

 

Das Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“

Dieses Siegel garantiert den Einsatz eigener Rohstoffe, die sorgfältige Verarbeitung im Betrieb, eine erstklassige Aus- und Weiterbildung über die Landwirtschaftskammer sowie

eine ständige Überprüfung von Qualität und Hygiene. Die zunehmende Professionalisierung der bäuerlichen Direktvermarktung führt zur vermehrten Teilnahme an Produktprämierungen auf Landes- und Bundesebene mit Siegerpreisen im obersten Bereich.

Im Burgenland gibt es 20 Bauernläden, 12 Bauernmärkte, 4 Bauernkastl sowie einen bäuerlichen Cateringbetrieb. Diese und alle Mitgliedsbetriebe des Landesverbandes bäuerlicher Direktvermarkter Burgenland erscheinen in einer Neuauflage der Broschüre „REGIONALE VIELFALT MIT GENUSS“. Diese wird noch heuer im Frühjahr präsentiert.

Damit die bäuerlichen Direktvermarkter auch nach außen hin sichtbar sind, wurde vom Landesverband die Anschaffung von Hoftafeln organisiert. Die Vorstellung und erste Übergabe die Tafeln erfolgt ebenfalls im Rahmen der Vollversammlung.

 

Neuer Vorstand

Im Zuge der Neuwahlen in den Vorstand wurden DI Astrid Schranz aus Oberschützen zur Obfrau und Ing. Walter Zwiletitsch aus Hornstein zu ihrem Stellvertreter bestellt. Präsident Berlakovich dankte der scheidenden Obfrau ÖK.-Rat Elisabeth Aufner und ihrem Team für das langjährige Engagement in der heimischen Direktvermarktung und wünschte Obfrau DI Schranz sowie dem gesamten Vorstand viel Erfolg bei ihrer Arbeit.

 

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