ÖVP warnt vor Schnellschuss bei Standortwahl KH Bezirk Neusiedl

Eisenstadt, 6. 3. 2020

„Der geplante Bau des neuen Krankenhauses im Bezirk Neusiedl am See ist eine wichtige Maßnahme für die Gesundheitsversorgung im Bezirk“, sagen Gesundheitssprecher Markus Ulram und Gerald Handig, hinterfragen aber gleichzeitig die Standortwahl von Landeshauptmann Doskozil: „Wieso man ausgerechnet einen Standort in einem Natura 2000 Gebiet in Betracht zieht, ist für uns nicht nachvollziehbar.“

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Markus Ulram und Gerald Handig

Die Festlegung von Natura 2000 Schutzgebieten erfolgt aufgrund EU-rechtlicher Rahmenbedingungen. Es ist eindeutig geregelt, dass in solchen Gebieten Projekte wie der Spitalsneubau nicht so ohne weiteres möglich sind. „Für diesen besonderen Schutz des Gebietes wird es zu damaliger Zeit einen triftigen Grund gegeben haben, der sicher auch jetzt seine Berechtigung hat“, weist Ulram hin und fragt sich, warum nicht nach einer Alternative gesucht wird: „Sinnvoller wäre es, die Standortsuche zu intensivieren und alternative Flächen zu prüfen.“

„Im Zuge der Planung des neuen Krankenhauses muss es auch ein Konzept für die Verwendung des Krankenhauses Kittsee geben“, fordert Handig: „Ein Lippenbekenntnis reicht nicht. Wir fordern, dass alle im Landtag vertretenen Parteien eingebunden werden und jeder Schritt transparent aufgezeigt wird.“ Bis zur Inbetriebnahme des Spitals in mehr als einem Jahrzehnt brauchen wir schon jetzt Maßnahmen, damit unsere Bürger im Gesundheitsbereich gut versorgt sind. „Ein Lösungsansatz wäre die von der Volkspartei Burgenland geforderte ‚Rundumversorgung‘ durch das Ärztezentrum Frauenkirchen, die sofort umgesetzt werden sollte“, so Handig abschließend.

 

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