14. 3. 2020 – Aktuelle Lage zum Corona-Virus

Wien, 14. 3. 2020

In Österreich bisher 7.467 Testungen und 603 Erkrankte, davon einer verstorben und sechs wieder genesen – in Italien 17.660 Erkrankte, in Frankreich 3.667, in Deutschland 3.675, in der Schweiz 1.139, europaweit 38.433 (Stand: 14. März 2020, 8 Uhr).

bmi logoBei der im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) des Bundesministeriums für Inneres am 14. März 2020 um 8:30 Uhr abgehaltenen Lagebesprechung wurde die Situation zum Corona-Virus in Österreich ressortübergreifend analysiert. Bisher gab es 7.467 Testungen in Österreich und 603 Erkrankte, davon Niederösterreich (82), Wien (85), Steiermark (62), Tirol (206), Oberösterreich (101), Salzburg (28), Burgenland (9), Vorarlberg (26) und Kärnten (4). Bisher sind eine Person in Niederösterreich, zwei Personen in Tirol und drei in Wien genesen sowie eine Person in Wien verstorben.

In Italien gibt es zurzeit 17.660 Erkrankte, in Frankeich 3.667, in Deutschland 3.675, in der Schweiz 1.139 und europaweit 38.433. Weltweit wurden bisher insgesamt 145.369 bestätigte Fälle bekannt gegeben.

Innenminister warnt vor Falschmeldungen auf Sozialen Medien

Innenminister Karl Nehammer warnt vor Falschmeldungen auf Sozialen Medien oder auf anderen Kommunikationskanälen und appelliert an die Bevölkerung, ausschließlich den Mitteilungen der zuständigen Ministerien und öffentlichen Behörden zu vertrauen.

Verordnung gegen die Ausbreitung des Corona-Virus

Seit 14. März 2020 werden neben den Kontrollen an der Österreich-italienischen Grenze auch an der Binnengrenze zur Schweiz und zu Liechtenstein Kontrollen durchgeführt. Laut Innenminister werde dafür gesorgt, dass der Güterverkehr weiterhin reibungslos ablaufe.

Seit 11. März 2020 wurden vorübergehende Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Italien eingeführt. Der Schienen- und Luftverkehr aus Italien nach Österreich wurde eingestellt. Davon ausgenommen sind der Güter- und der gewerbliche Verkehr sowie der Pendler-Berufsverkehr. Bei der Einreise aus Italien muss ein ärztliches Zeugnis vorgewiesen werden, das eine negative Testung auf SARS-CoV-2 bestätigt. Dieses darf nicht älter als vier Tage sein. Kann dies nicht vorgelegt werden, wird die Einreise verweigert. Personen, die österreichische Staatsbürger sind oder ihren Haupt- bzw. Nebenwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben, ist erlaubt einzureisen, sofern sie sich verpflichten, unverzüglich eine 14-tägige selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten. Die Durchreise durch Österreich ist ohne Zwischenstopp erlaubt, sofern die Ausreise sichergestellt ist.

Zusätzlich gibt es ab Montag, dem 16. März 2020, auch Flugverbote für die Länder Frankreich, Spanien und Schweiz. Es gilt die höchste Reisewarnstufe für Reisen in diese Länder, das Außenministerium führt die geordnete Rückreise aller Österreicherinnen und Österreicher durch.


Nehammer und Anschober rufen zur Selbstisolation für alle, die in Quarantäne-Regionen waren, auf

Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer rufen alle Personen, die sich seit 28. Februar 2020 in den betroffenen Regionen aufgehalten haben, dringend auf, sich in häusliche Selbstisolation zu begeben.

Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer rufen alle Personen, die sich seit 28. Februar 2020 in den betroffenen Regionen Paznauntal, St. Anton am Arlberg und Heiligenblut aufgehalten haben, dringend auf, sich in häusliche Selbstisolation zu begeben. Alle, die Kontakt hatten mit Personen, die in den Regionen waren, sollten sich ebenfalls selbst isolieren. Das gilt auch, wenn derzeit keine Symptome spürbar sind. Betroffen sind konkret Aufenthalte in den Gemeinden Ischgl, Kappl, See, Galtür, Heiligenblut und St. Anton am Arlberg.

„Schützen Sie andere Menschen, indem Sie sich selbst in Isolation begeben. Sie können damit dazu beitragen, das Virus nicht noch weiterzutragen und damit gefährdete Gruppen schützen“, so Innenminister Karl Nehammer. „Falls Sie konkrete Symptome verspüren, wenden Sie sich bitte an die Hotline 1450. Bei allgemeinen Fragen steht ihnen die Nummer 0800 555 621 zur Verfügung. Die Gesundheitsbehörden stehen rund um die Uhr für Sie bereit“, appelliert Gesundheitsminister Rudolf Anschober an die betroffenen Personen.

 

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