Kurzarbeit, Liquiditätssicherung, Grenzsituation, Corona-Schutzpaket für Beschäftigte im Handel, Härtefallfonds

Eisenstadt, 24. 3. 2020

Corona-Kurzarbeit:
Kurzarbeit ist die vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit und des Arbeitsentgelts wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Kurzarbeit hat den Zweck, die Arbeitskosten temporär zu verringern und gleichzeitig die Beschäftigten zu halten.

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4 Schritte zur Kurzarbeit – zur Anleitung


Liquiditätssicherung
Der Fokus, der bisher in Kraft getretenen Hilfen für Betriebe, die während der Corona-Krise Umsatzausfälle verzeichnen müssen, liegt auf Liquiditätssicherung. Können Sie Ihren gegenwärtigen Zahlungspflichten nicht nachkommen, nehmen Sie Kontakt mit Ihren Geschäftspartnern auf und versuchen Sie eine Zahlungsvereinbarung zu treffen. Eine gemeinsame Lösung wird auf Basis des solidarischen Zusammenhalts auch für Ihr Gegenüber von Vorteil sein.

Sprechen Sie mit Ihrer Hausbank über die Möglichkeit einer Ratenstundung bei bestehenden Krediten. Banken sehen sich als wichtiger Partner der betroffenen Betriebe und wollen dazu beitragen das Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten.
Ziehen Sie eine Überbrückungsfinanzierung in Betracht, indem Sie ebenfalls mit Ihrer Hausbank Rücksprache halten. Diese ist für die Beantragung und Abwicklung des Antrags bei der jeweiligen Förderstelle zuständig. Überbrückungskredite helfen Ihnen, wenn eine dringende Deckung eines notwendigen Geldbedarfs benötigt wird.

Für die gewährenden Kreditinstitute sind diese jedoch mit hohen Ausfallsrisiken verbunden, weshalb Kredit- bzw. Überbrückungsgarantien oder Ausfallsbürgschaft einer bonitätsstarken Förderstelle gebraucht werden. Förderstellen, wo solche Garantien beantragt werden können sind die Förderbank des Bundes, die die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (www.aws.at) und die österreichische Tourismusbank ÖHT (www.oeht.at), welche für die stark betroffenen Tourismus- und Freizeitwirtschaftsbetriebe Kreditgarantien vergibt.

FAQs zum Thema Liquiditätssicherung


Grenzsituation

Ungarn
Der grenzüberschreitende Güterverkehr als auch der Pendlerverkehr sind bis auf weiteres wie bisher möglich. Vor allem die Stausituation für ungarische Pendler bei der Einreise nach Österreich beim Grenzübergang Klingenbach konnte heute entschärft werden.

Auf Intervention der Wirtschaftskammer wurden, um den Lkw-Güterverkehr zwischen Österreich und Ungarn zu beschleunigen, die Fahrverbote für Lkw über
7,5 t hzG sowie die Quell- und Zielverkehrsregelungen zu den Grenzübergängen Klingenbach/Sopron sowie Deutschkreutz/Kophaza bis 14. April 2020, 5.00 Uhr ausgesetzt.

Auch das 20 Tonnen Lkw Fahrverbot (Gesamtgewicht) auf ungarischer Seite beim Grenzübergang Klingenbach/Sopron wurde laut Auskunft des AWC Budapest bis auf weiteres ausgesetzt.

Bitte beachten Sie weiterhin die aktuellen Vorgaben zum Mitführen der notwendigen Dokumente für den Grenzverkehr mit Ungarn. Detaillierte Infos auf der WKO-Länderseite für Ungarn.

Tschechien
Bitte beachten Sie die neue Grenzpendler-Regelung, die von der tschechische Regierung gestern Abend beschlossen wurde. Infos auf der WKO-Länderseite für Tschechien

  • Tschechische Arbeitspendler dürfen nach Österreich (und Deutschland) ausreisen – für 3 Wochen durchgehend oder auch länger
  • (mind. 3 Wochen als Empfehlung, die tschechische Regierung könne die frühere Rückreise tschechischer Staatsbürger aber nicht ausschließen)
  • Die Unterkunft muss vom Arbeitgeber gestellt werden
  • Bei Wiedereinreise nach Tschechien 14 Tage Heimquarantäne mit strengen Kontrollen
  • Genauere Informationen und Details sind im Laufe der Woche zu erwarten

Im Webinar | Coronavirus – Auswirkungen in Tschechien, Ungarn, Slowakei am Freitag, 27.3.2020 ab 11.00h informieren wir Sie direkt mit unseren Kollegen aus Bratislava und Budapest zur aktuellen Lage. Sie können sich bereits jetzt online anmelden.


Corona-Schutzpaket für Beschäftigte im Handel
In einem gemeinsamen Schutzpaket für Beschäftigte im Handel haben sich die Sozialpartner darauf verständigt, dass der Handel Montag bis Freitag von frühestens 07.40 Uhr bis längstens 19.00 Uhr, Samstags von frühestens 07.40 bis längstens 18.00 Uhr öffnen darf. Diese Regelung gilt per Verordnung bis zum 13.4.2020 für folgende Handelsbereiche:

  • Lebensmittelhandel
  • Drogerien und Drogeriemärkte
  • Verkauf von Medizinprodukten und Sanitärartikeln, Heilbehelfen und Hilfsmitteln
  • Verkauf von Tierfutter
  • Verkauf und Wartung von Sicherheits- und Notfallprodukten
  • Agrarhandel einschließlich Schlachttierversteigerungen sowie der Gartenbaubetrieb und der Landesproduktenhandel mit Saatgut, Futter und Düngemittel

Schutzpaket für Beschäftigte im Handel 


Härtefallfonds: Sicherheitsnetz für kleine Betriebe
Der Corona-Virus stellt Burgenlands Unternehmer vor große Herausforderungen, die für uns alle völliges Neuland bedeuten. Klar ist aber, dass die Wirtschaftskammer Burgenland auch in dieser Situation für Sie da ist.

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