Häusliche Gewalt und Coronavirus

Burgenland, 26. 3. 2020

Häusliche Gewalt in Zeiten der Corona-Krise steigt: Schutz und Sicherheit durch Frauenhaus Burgenland weiterhin gegeben

frauenhaus logoDie Corona-Krise trifft die Gesamtbevölkerung hart, egal in welchen Lebensbereichen. Für viele fühlt sich die aktuelle Situation, sprichwörtlich gesehen, wie ein Schlag ins Gesicht an: Traurig aber wahr ist allerdings, dass diese Redewendung gerade jetzt für viele Frauen und Kinder vermehrt bittere Realität ist. Die eigenen vier Wände sollten aufgrund des Coronavirus, vor allem in dieser Zeit noch mehr als es sonst ohnehin auch der Fall sein müsste, Schutz und Sicherheit bieten. In manchen Familien ist gerade jetzt das Gegenteil der Fall. Neben körperlichen Übergriffen häufen sich Zuhause zusehends Demütigungen, Kränkungen, Erniedrigungen: und ja, auch hier sprechen wir von Gewalt! Denn psychische Gewalt IST Gewalt!

Unser Aufruf lautet daher in dieser speziellen Zeit noch intensiver, noch kraftvoller, noch lauter:

„Liebe Frauen! Gewalt – egal in welcher Form – ist nicht zu akzeptieren oder zu tolerieren! Ihr müsst sie trotz COVID-19 und der damit einhergehenden aktuellen Isolationsmaßnahmen NICHT über euch ergehen lassen.“

„Für ein Gespräch oder sonstige Informationen stehen die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses unter der gewohnten Telefonnummer 02682/61280 weiterhin rund um die Uhr an allen sieben Tagen der Woche zur Verfügung!“, informiert Vorsitzende Gabi Arenberger. „Das Frauenhaus Burgenland hat seine Türen auch für notwendige Aufnahmen nach wie vor geöffnet. Der Hashtag #stayhome soll euch nicht davon abhalten, euch selbst (und eure Kinder) zu schützen und an einen sicheren Ort zu bringen. Denn Gewalt erhält keine Legitimation – wie auch durch nichts sonst – durch das Coronavirus!“, erklärt Frauenhausmitarbeiterin Julia Renner. „Wir sind für euch da! Ihr seid nicht allein!“

 

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