Ungarische Staatsbürger müssen ab heute bei Einreise nach Ungarn in 14-tägige Quarantäne

Eisenstadt, 27. 3. 2020

Das Burgenland ist als Grenzregion massiv betroffen – Landeshauptmann Doskozil richtet „dringendes Ersuchen“ an Bundeskanzler Kurz und Außenminister Schallenberg

covid-19 logoHeute ist in Ungarn ein Beschluss des Nationalen Zentrums für Volksgesundheit in Kraft getreten. Dieser Beschluss sieht unter anderem vor, dass sich auch ungarische Staatsbürger, bei denen kein COVID-19-Verdacht besteht, in 14-tägige Quarantäne begeben müssen. Diese Bestimmung trifft auch alle ungarischen Arbeitskräfte, die zu ihrem Arbeitsplatz ins Burgenland pendeln. „Das Burgenland ist von dieser Regelung massiv negativ betroffen, weil wir damit zumindest für die nächsten zwei Wochen dringend erforderliches Personal verlieren – besonders im Gesundheits- und Pflegebereich“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Er drängt die Bundesregierung zu einer bilateralen Lösung des Problems.

 

Der Landeshauptmann hat heute in einem Schreiben an Bundeskanzler Kurz und Außenminister Schallenberg auf die dramatischen Auswirkungen dieser neuen Bestimmung für das Burgenland aufmerksam gemacht. „Es gibt in vielen Wirtschaftsbereichen, am Arbeitsmarkt und besonders im Gesundheits- und Pflegebereich eine sehr enge Verflechtung mit Ungarn. Wir brauchen das Personal aus Ungarn, um diese Krisensituation meistern zu können“, betont der Landeshauptmann. Es müsse auf bilateralem Wege eine rasche Lösung dieses Problems herbeigeführt werden. In Gesprächen mit der ungarischen Regierung müsse zumindest für Grenzregionen bzw. für Arbeitskräfte im Gesundheits- und Pflegebereich eine Ausnahmeregelung erzielt werden.

 

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