Verbindliche Zusage der Banken für Corona-Kurzarbeit, Härtefallfonds, Situation an der Grenze

Eisenstadt, 30. 3. 2020

Wirtschaftskammer begrüßt verbindliche Zusage der Banken für Corona-Kurzarbeit
wko corona logo„Um die Gesundheit unserer Wirtschaft und damit unsere Lebensgrundlage abzusichern, stehen die heimischen Banken in dieser außergewöhnlichen Situation den Unternehmerinnen und Unternehmern mit der dringend benötigen Liquidität zur Seite“, betont Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth nach einem Gespräch mit burgenländischen Banken-Vertretern.

Durch die verbindliche Zusage aller Kreditinstitute wird die Kreditvergabe für die Vorfinanzierung der Corona-Kurzarbeit wesentlich erleichtert. Sie ermöglicht, dass für die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer die Kurzarbeitsbewilligung des AMS als Sicherheit für einen Kredit ausreicht, um rasch und unbürokratisch die Vorfinanzierung für Löhne und Gehälter für die Dauer der Kurzarbeit zu erhalten. „Diese Maßnahme ist besonders wichtig, denn so können wir gewährleisten, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer weiterhin ihre Kosten decken können und niemand um sein Gehalt fürchten muss“, so der Wirtschaftskammerpräsident.

Mittel für Kurzarbeit werden angehoben
„Die Kurzarbeit wird bisher auch im Burgenland sehr gut von den Betrieben angenommen, und mit der leichteren Kreditvergabe haben wir einen weiteren Anreiz geschaffen. Zusätzlich dazu haben wir auf Bundesebene erreicht, dass die Mittel, die für die Kurzarbeit zur Verfügung stehen, noch einmal deutlich gesteigert werden“, bestätigt Nemeth die Erhöhung der Summe von 400 Millionen auf nun insgesamt 1 Milliarde Euro.

Bereits in den letzten Tagen konnten viele Punkte bei der Corona-Kurzarbeit weiter vereinfacht und entbürokratisiert werden. So wurde nicht zuletzt eine Lösung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenstand und für Lehrlinge gefunden. „Mit der Corona-Kurzarbeit haben wir ein Modell auf den Weg gebracht und verfeinert, das Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen durch die Krise hilft. Das Unternehmen zahlt letztlich nur die Arbeitszeit, die es auch erhält. Gleichzeitig bleiben die Arbeitsplätze trotz Krise erhalten“, so Nemeth abschließend.

Mehr Infos: https://wko.at/bgld/bv


Härtefall-Fonds: Bereits 88 % der Anträge abgeschlossen
Mehr als 61.000 Anträge Anträge für den Härtefall-Fonds sind seit dem Start am Freitag, 17 Uhr, über das Online-Formular bei den Wirtschaftskammern eingelangt. Mehr als 88 % dieser Anträge konnten bearbeitet werden, sodass den Antragsstellern bereits eine positive Fördernachricht übermittelt wurde.

Im Burgenland bearbeiten mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Förderansuchen. „Alle bis Sonntagabend positiv erledigten Anträge werden bereits seit heute zur Überweisung angewiesen“, erklärt Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth. „Wenn die Kontinuität der einlangenden Anträge gleichbleibt, können wir das sicherstellen.“ Der Härtefall-Fonds ist dazu da, jenen, die von einer Minute auf die andere keine Einnahmen mehr hatten, zu helfen. Nemeth: „Es ist wichtig, rasch und unbürokratisch zu helfen, um die Kosten des täglichen Lebens abzudecken“, erklärt Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth.

Selbstständige und Kleinstfirmen, die von der Coronakrise betroffen sind, können die ersten Soforthilfen aus dem vorerst mit einer Milliarde Euro dotierten staatlichen Härtefall-Notfallfonds online beantragen. Im ersten Schritt werden je nach Umsatz der Betroffenen 500 oder 1.000 Euro ausbezahlt, letztlich können pro Unternehmen im Laufe von drei Monaten bis zu 6.000 Euro fließen.

Mehr Infos: wko.at/haertefall-fonds

Informationsvideo zum Härtefall-Fonds
Die WKÖ hat ein Informationsvideo zum Härtefall-Fonds entwickelt. Das Video zeigt, wer Ansprüche auf finanzielle Unterstützung stellen kann und wie die Einreichung des Antrags gelingt – kompakt und verständlich.

Zum Video


Situation an der Grenze
Ungarische LKW-Fahrer dürfen, wenn kein Verdacht auf COVID-19 besteht, wieder frei nach Ungarn einreisen und unterliegen nicht der Quarantänepflicht (Quelle: Vereinigung der Ungarischen Güterbeförderer, Information bezieht sich auf die Auskunft des Ungarischen Landespolizeipräsidiums).

Laut Auskunft der Österreichischen Botschaft in Budapest haben sich der ungarische Verkehrsminister und die österreichische Verkehrsministerin über folgendes geeinigt: Für Berufs-Pendler, die innerhalb von 50 km der AT-HU Grenze leben oder arbeiten, wird keine Quarantäne angeordnet.

Unser Lokalaugenschein den Grenzübergängen zeigt, dass heute der Grenzverkehr ohne größere Behinderungen abläuft. Die Wirtschaftskammer steht weiterhin mit den Behörden in Kontakt und informiert sie umgehend, wenn es dazu offizielle Informationen gibt.

https://wko.at/aussenwirtschaft/hu

 

 

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