Trinkwasserversorgung des Burgenlandes ist auch im Krisenfall sicher

Eisenstadt, 31. 3. 2020

Die Trinkwasserversorgung ist im Burgenland auch im gegenwärtigen Corona Virus (COVID-19) bedingten Krisenfall sicher, versichern die Mitglieder der Plattform Wasser Burgenland. Ein Eintrag des Corona Virus in Quell- oder Brunnenwasser kann derzeit ausgeschlossen werden, da das Virus durch die Bodenpassage inaktiviert wird. Vorhandene Desinfektionsanlagen bieten einen zusätzlichen Schutz gegen virale und bakteriologische Kontamination. Es können daher folgende Aussagen, welche auch von der ÖVGW (Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach) kürzlich getätigt wurden, bestätigt werden:

 

  • Die Trinkwasserversorgung ist weiterhin sicher!
  • Der Virus kann im Wasser nicht überleben und sich auch nicht vermehren
  • Leitungswasser kann ohne Bedenken konsumiert werden

pwb

Die Plattform Wasser Burgenland versorgt mit Ihren Mitgliedern (WV Mittleres Burgenland, WLV Nördliches Burgenland, WAV Lockenhaus und Umgebung, WV Südliches Burgenland, WV Stögersbachtal, WV Thermenland, sowie der IG der Südburgenländischen Wassergenossenschaften) mehr als 90% der Burgenländischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Sie beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Thema der Trinkwassernotversorgung, sowie der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung in Krisenfällen. Auf Basis dieser Überlegungen wurden bereits eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem betreffend die Wasserversorgung bei einem längerfristigen flächendeckenden Stromausfall (Blackout), getätigt. So hat die aktuelle Krisensituation aufgrund des Corona Virus (COVID-19) die burgenländische Wasserversorgung nicht unvorbereitet getroffen. Die gegenwärtige Pandemie- Situation stellt aber eine neue Herausforderung dar, der mit zum Teil auch ungewohnten organisatorischen Mitteln begegnet werden muss.

Wie bereits erwähnt ist die gute Nachricht, dass die Trinkwasservorkommen grundsätzlich gut vor dem Corona Virus geschützt sind. Dieses kann sich über das Trinkwasser auch nicht vermehren und verbreiten. Die Herausforderung die sich für die Trinkwasserversorgung ergibt, besteht vor allem darin, dass die Versorgung der Bevölkerung immer unterbrechungsfrei gewährleistet werden muss.

Durch die in hohem Ausmaß automatisierten Wasserversorgungssysteme und die eingesetzte Steuerungs-, und Leittechnik ist der Betrieb vorübergehend auch mit wenig Personal machbar.

Daher wird im Zuge der Corona Virus – Krise, wo einerseits der persönliche Kontakt auf ein Minimum reduziert werden soll, und andererseits darauf geachtet werden muss, dass in allen Phasen der Pandemie (auch bei auftretenden Erkrankungsfällen) bei den Wasserversorgern ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, auf den Betrieb mit kleinen Einheiten gesetzt. Bei allen Wasserversorgern der Plattform Wasser Burgenland wurde, soweit möglich, das Personal aufgeteilt, wobei ein Teil der Belegschaft im Homeoffice- Betrieb tätig ist. Erforderlichenfalls, insbesondere bei Störfällen, Wasserrohrbrüchen und Krankheitsfällen steht sodann das dafür erforderliche Personal zur Verfügung. Wesentlichste Maßgabe ist, dass der Betrieb funktioniert und immer eine Wasserversorgung ohne Unterbrechung gewährleistet werden kann.

Festzustellen war an den vergangenen warmen Wochenenden, dass der Wasserverbrauch in den ländlichen Regionen des Burgenlandes vorübergehend deutlich angestiegen ist, was in der gegenwärtigen Situation bei weiterem Herannahen der warmen Jahreszeit zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen wird.

Persönliche Kundenkontakte wurden, aus den bekannten Gründen, weitgehend eingeschränkt. Als Ersatz stehen etwa für die Wasserzählerablese Internet Services, telefonischer Kontakt, oder schriftliche Eingaben zur Verfügung.

„In diesem außergewöhnlichen Krisenfall wird die bestmögliche Versorgung sichergestellt. Es wird auch keinem Kunden aufgrund einer nicht rechtzeitig bezahlten Wasserrechnung das Trinkwasser abgedreht! Bei allen Wasserversorgern wird in solchen Fällen an einer bestmöglichen Lösung gearbeitet, wobei vor allem ein befristeter Zahlungsaufschub und Ratenzahlungen in Betracht kommen“, meinen der Obmann der Plattform Wasser Burgenland, DI Dr. Helmut Herlicska, sowie seine beiden Stellvertreter, Ing. Christian Zörfuss und Ing. Christian Portschy, unisono.

Die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Wasserversorgern ist bereits seit Jahren ein Erfolgsrezept der Mitglieder der Plattform Wasser Burgenland.

„Mit gemeinsamer Anstrengung werden wir auch diese außergewöhnliche Krise meistern!“, sind sich die Wasserversorger sicher.

 

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