WiBuG-Ausfallsbürgschaften: „Geschäftemacherei in Krisenzeiten ist ein No-Go!“

Eisenstadt, 3. 4. 2020

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Melanie Eckhardt, ÖVP Wirtschaftssprecherin

Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen bietet das Land Burgenland über die WiBuG die Übernahme von Ausfallbürgschaften an. „Während die Bundregierung für eine rasche und unbürokratische Hilfe bei der Übernahme von Bürgschaften sorgt, macht das Burgenland Geschäfte auf den Rücken der betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer. Das ist ein No-Go. Die Verrechnung von Provisionen muss sofort eingestellt werden“, fordert Wirtschaftssprecherin Melanie Eckhardt.

Für Irritationen sorgt derzeit, dass die WiBuG mit der Übernahme von Bürgschaften aufgrund der Corona-Krise Geld verdient. „Es ist ein völliges No-Go, dass die WiBuG für die Übernahme von Ausfallsbürgschaften ein Haftungsentgelt vom verbürgten Kreditbetrag ab 0,5 Prozent pro Jahr verrechnet“, bemängelt Eckhardt und führt weiter aus: „In der Krisenzeit geht es nicht darum Geschäfte zu machen, sondern darum die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Daher fordern wir die Landesregierung umgehend auf, diese Geschäftsmacherei zu beenden.“

 

WiBuG-Überbrückungshilfe: Geringe Bearbeitungsrate wirft Fragen auf

Außerdem zeigt sich Eckhardt über die geringe Bearbeitungsrate der WiBuG-Überbrückungshilfen (Härtefälle-Fonds und Ausfallsbürgschaften) verwundert. Mit Stand gestern wurden laut Landesrat Illedits erst 82 von 1.000 Anträgen freigegeben. Das sind gerade einmal 8,2 Prozent. „Werden die Anträge zu langsam abgearbeitet, oder sind die Kriterien dieser Überbrückungshilfe so gestaltet, dass nur wenige eine Unterstützung bekommen“, fragt sich Eckhardt und fordert rasche Aufklärung.

 

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