Infos für Betriebe

Eisenstadt, 7. 4. 2020

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Die Corna-Krise bringt für viele Unternehmer neben der Sorge um die Gesundheit auch die Angst um die wirtschaftliche Existenz. Die Ware liegt in den Geschäften und kann nicht verkauft werden oder verdirbt, weil die Lokale geschlossen sind. Für uns in der Wirtschaftskammer war und ist es wichtig, dass rasch und unbürokratisch geholfen wird. Dafür wurde der Härtefall-Fonds geschaffen. Mit Erfolg: bis heute Mittag sind bei der Wirtschaftskammer Burgenland 4.034 Anträge eingegangen, 3,5 Millionen Euro wurden rasch und unbürokratisch überwiesen. Wir als Wirtschaftskammer wickeln als operativer Dienstleister den Härtefall-Fonds für die Bundesregierung ab. Damit dies rasch und unbürokratisch erfolgen kann, haben wir ein eigenes Team, welches auch am Wochenende im Einsatz ist, abgestellt.

Für die zweite Phase des Härtefall-Fonds, die nach Ostern startet, werden die Mittel nun auf 2 Milliarden Euro aufgestockt. Dabei wurden auch die von Seiten der Wirtschaftskammer eingebrachten Forderungen berücksichtigt. Konkret wird mit einem Zuschuss von maximial 2.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate der Verdienstentgang für Selbstständige mit 0-9 Mitarbeiter – gesamt mit bis zu 6.000 Euro – abgefedert.

Die Erfahrungen unseres Wirtschaftskammer-Teams aus den ersten Tagen der Abwicklung haben wir rückgemeldet und wichtige Verbesserungen für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land erreichen können. Nun gibt es Hilfs- und Unterstützungspakete für alle Betriebsgrößen. Für Großbetriebe, KMU und Kleinstbetriebe: rasche Ersthilfen, Kurzarbeit, Stundungen, Garantien für Kredite, Zuschüsse für Umsatzentgänge und fehlende Einnahmen. In Summe stellt die Bundesregierung 38 Mrd. Euro zur Verfügung.

Für die burgenländische Wirtschaft wird damit ein Volumen von rd. 600 Mio. Euro an Unterstützung für Kurzarbeit, Garantien und Zuschüssen möglich. Ich bin sehr froh, dass es nun diese Vielzahl an Instrumenten gibt. Diese Maßnahmen sollen allen betroffenen Burgenländern so rasch wie möglich, so unbürokratisch wie möglich und vor allem auch angepasst an den jeweiligen Bedarf helfen.

Ihr
Peter Nemeth
Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland


Corona-Hilfs-Fonds mit Rechenbeispielen

Der Corona-Hilfs-Fonds der Bundesregierung soll den Unternehmen und Branchen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind in den Bereichen Liquidität und Kostenersatz Hilfe bieten.

Er verfügt über zwei Instrumente:

  • Garantie der Republik mit 90 % Haftung für die Kreditsumme
  • Zuschuss für bis zu 75 % von bestimmten Fixkosten

Freistellung von Risikogruppen

Angehörige von Risikogruppen haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Dienstfreistellung samt Entgeltfortzahlung. Die Freistellung kann bis 30.4.2020 andauern (Verlängerung durch Verordnung bis 31.12.2020 möglich).

Zu den Risikogruppen gehören Personen mit Vorerkrankungen, die den Verlauf einer etwaigen COVID-19-Erkrankung erheblich verschlechtern können. Der genaue Kreis dieser Risikogruppen steht noch nicht fest, er wird im Wesentlichen auf Basis medizinischer Erkenntnisse durch eine Expertengruppe in den betroffenen Ministerien festgelegt werden.

 

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