AK Preismonitor zeigt: Einkaufen ist in Corona-Zeiten teurer!

Wien, 9. 4. 2020

Preisgünstige Drogeriewaren und Lebensmittel kosten oft mehr als noch im Februar – Günstige Produkte waren teilweise nicht erhältlich

akViele Menschen plagen in der Corona-Krise Geldsorgen und sie müssen mehr denn je ihr Geld zusammenhalten. Sie achten beim Einkauf auf Preise und vergleichen sie. Bitter: Preiswerte Waren des Alltags sind seit Februar teilweise teurer geworden oder gar nicht erhältlich. Damit müssen KonsumentInnen zu teureren Produkten greifen. Das zeigt ein AK Preismonitor bei insgesamt fünf Online-Shops zwischen Februar und April bei bis zu 40 preiswertesten Drogeriewaren und Lebensmitteln.

Der AK Preismonitor zeigt: KonsumentInnen müssen nun für das jeweils billigste Produkt tiefer ins Geldbörsel greifen als noch im Februar. Ein Einkaufskorb mit 33 preiswertesten Drogerieprodukten kostet nun bei Bipa um rund 70 Prozent mehr. Bei Müller wurden seit Anfang Februar 28 preiswerteste Drogeriewaren um rund 96 Prozent teurer. Bei DM kostet ein Einkaufskorb (33 Produkte) seit Anfang Februar um rund sechs Prozent mehr. AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic: „Es zeigt sich, dass preiswerte Produkte aus sind und Konsumentinnen und Konsumenten dann zu teureren Waren greifen müssen.“

Im Vergleich zum Drogeriehandel sind die Preissteigerungen im Lebensmittelhandel moderater ausgefallen, zeigt der AK Preismonitor. So ist der Einkaufskorb von 40 preiswertesten Lebens- und (wenigen) Reinigungsmittel zwischen Anfang März und Anfang April bei Billa um rund drei Prozent, bei Interspar um rund ein Prozent teurer geworden. Zgubic sagt: „Im Lebensmittelhandel sind nach teilweise anfänglichen Verteuerungen aufgrund nicht verfügbarer preiswerter Produkte nun auch wieder die preiswerteren Eigenmarken zu bekommen.“

„In unserer Konsumentenberatung verzeichnen wir vereinzelt Beschwerden über steigende Preise“, erzählt die AK Konsumentenschützerin. Zwei Beispiele: Ein Konsument informierte uns, dass in einer Wiener Bäckerei für ein Viertel Kilo Bauernbrot jetzt 4,20 Euro verlangt werden. Eine andere Konsumentin beschwerte sich, dass ihr eine Einweg-Gesichtsmaske in der Apotheke um rund 15 Euro verkauft wurde. „Wir werden dranbleiben und weiter ein Auge auf die Preise haben“, betont Zgubic.

Zum Preismonitor: Auf Grundlage von Vorerhebungen im Lebensmittelhandel (Anfang März 2020) und Drogeriewarenhandel (Anfang Februar 2020) hat die AK in den Onlines-hops von Billa, Interspar, Bipa, DM- und Müller-Drogeriemarkt seit 18. März zwei Mal wöchentlich die Preise von 28 bis 40 preiswertesten Lebensmitteln bzw. Drogeriewaren des wöchentlichen Bedarfs erhoben.

 

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