Berlakovich unterstützt Forderung nach Verschiebung der EU-Bioverordnung

Eisenstadt, 21. 4. 2020

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NR DI Niki Berlakovich, LWK Bgld. Präsident

Im Mai 2018 wurde ein neuer Rechtsrahmen für die Bio-Produktion innerhalb der Europäischen Union beschlossen. Die neue EU-Bioverordnung bringt gravierende Änderungen für die Biobäuerinnen und Biobauern, insbesondere in der Viehhaltung. „Durch die aktuelle COVID 19-Krise ist es unrealistisch, eine gut vorbereitete Umsetzung ab dem Jahr 2021 durchführen zu können. Wir fordern deshalb die EU-Kommission auf, die Umsetzung der neuen Bioverordnung um ein Jahr auf 2022 zu verschieben“, so Bauernbund-Landesobmann Niki Berlakovich, der damit die Forderung von Bauernbundpräsident Georg Strasser und BIO AUSTRIA Obfrau Gertraud Grabmann unterstützt.

Österreichs Biobauern mussten in den vergangenen Monaten infolge eines EU-Bio-Audits der EU-Kommission im Jahr 2017 zahlreiche Änderungen durchführen. „Das EU-Bio-Audit hat unter den Biobäuerinnen und Biobauern teils zu großer Verunsicherung geführt. Insbesondere die Auflagen für viehhaltende Betriebe im Bereich der Weidehaltung sind im Burgenland eine große Herausforderung. Uns ist es deshalb ein großes Anliegen, dass wir künftige Änderungen im Bio-Bereich gut vorbereiten können“, erklärt Niki Berlakovich und betont: „Eine gute Vorbereitung ist gerade für das Burgenland wichtig, da bei uns besonders viele Betriebe betroffen sind und mit einer großen Verunsicherung kämpfen.“

Darüber hinaus sind die Auswirkungen der Corona-Krise auf den europäischen und internationalen Agrarmärkten noch nicht absehbar. Bei derartigen Marktunsicherheiten gleichzeitig noch eine aufwendige Systemumstellung durchzuführen, würde unsere Biobetriebe überfordern. Wir setzen deshalb auch auf die Unterstützung von Bauernverbänden in anderen EU-Mitgliedsstaaten, um eine Verschiebung der Umsetzung der neuen Bioverordnung zu erreichen“, so Berlakovich abschließend.

 

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