Grüne: Tag gegen den Lärm

Eisenstadt, 28. 4. 2020

Die Gesundheit wurde in der Corona-Krise zur obersten Priorität. Unsere Gesundheit wird nicht nur durch ein unsichtbares Virus bedroht, auch der Lärm macht die Menschen krank. Er belastet durch den permanenten Stress unser Immunsystem, das jetzt in Corona-Zeiten mehr denn je gestärkt werden muss. Und das Land könne sehr viel dafür tun. „Der Autoverkehr ist der größte Lärmverursacher im Burgenland. In der Gesamtverkehrsstrategie kommt das Wort Lärmschutz derzeit aber nicht ein einziges Mal vor. Das muss sich rasch ändern“, fordert der GRÜNE Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller.

grüne

Corona und der Lärm

Die GRÜNE Parndorfer Gemeinderätin Christa Wendelin gehört zu den besonders Lärmgeplagten Burgenländerinnen. „Im Sommer bei offenem Fenster zu schlafen ist undenkbar. Wir hören den Fluglärm und den Schwerverkehr auf der A4. Tagsüber haben wir nicht nur den Pendlerverkehr, sondern auch tausende Autos, die ins Outletcenter fahren. Erst seit Corona hören wir zum ersten Mal seit Jahren wieder das Summen der Bienen“, freut sich Wendelin über ein Stück zurückgewonnener Lebensqualität. Mittlerweile, bedauert die Gemeinderätin, hat sich der Autobahnverkehr aber wieder stark erhöht.

 

Maßnahmen zum internationaler Tag gegen den Lärm

„Gönn Dir Ruhe“ lautet das Motto des 23. internationalen Tages gegen den Lärm. Spitzmüller fordert aus diesem Anlass das Land auf, die über 100.000 schwer lärmgeplagten BurgenländerInnen zu entlasten.

„Einfache und schnell umzusetzende Maßnahmen sind zum Beispiel Geschwindigkeitsbeschränkungen. Außerdem dürfen keine hochrangigen Straßen wie die S4 weiter ausgebaut werden. Bei der A3 ist uns das nach langem Kampf gelungen. Auch muss sich das Land mit aller politischen Kraft gegen die dritte Flughafenpiste einsetzen.“ Mit diesen Maßnahmen würde man nicht nur der lärmgeplagten Bevölkerung helfen, es wären auch wichtige Schritte in der Klimakrise.

 

Fakten: 

100.000 BurgenländerInnen fühlen sich laut dem Umgebungslärm-Aktionsplan 2018 der Landesregierung stark vom Lärm beeinträchtigt. Am stärksten vom Schwerverkehr.

Lärm begünstigt Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht. Er schwächt nachweislich das Immunsystem und führt zu höherem Herzinfarktrisiko. Die WHO stuft Lärm mittlerweile nach Luftverschmutzung als zweitgrößtem Krankmacher ein.

 

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