Conrad Seidls „Bier Guide 2020“ ist da!

Wien, 15. 5. 2020

Der Bierpapst regt an, gerade jetzt Österreichs beste Bierlokale zu besuchen – und die Biervielfalt zu genießen

bier
Bierpapst Conrad Seidl

Auf nichts haben sich die österreichischen Bierfreunde in den vergangenen 70 Tagen so sehr gefreut wie auf das Aufsperren der Lokale, in denen man ein gepflegtes Bier genießen kann. Jetzt geht es für viele Gäste darum, den versäumten Genuss nachzuholen – und der Bier Guide 2020 versucht, wie schon in den vergangenen 20 Jahren den Gästen den Weg zu jenen Gastronomiebetrieben zu weisen, wo sie verlässlich Biergenuss finden können.

Bierpapst Conrad Seidl: „Das Angebot ist  nach dem Neustart der Gastronomie im Frühjahr 2020 besser als je zuvor: Überall hat die Brauwirtschaft frische Fässer an frisch gereinigte Bierleitungen geliefert – und überall gibt es motivierte Gastronomen, die die Bierfreunde willkommen heißen und ihnen Bier in der ersehnten Qualität anbieten.“

Der Bierpapst rät, es sich nicht verdrießen zu lassen: Es mag ja ungewohnt sein, dass man in den nächsten Wochen eine Maske aufsetzen muss, wenn man auf ein Bier geht, es mag ungewohnt sein, dass man das freundliche Lächeln der Kellnerinnen und Kellner hinter deren Maske nur erahnen kann und erst recht ungewohnt ist es, dass man sein Bier am Tisch trinken muss und nicht an der Bar stehen darf. Seidl: „Das alles mindert nicht um den Genuss – den Biergenuss, wie wir ihn in den vergangenen zwei Monaten so schmerzlich vermissen mussten. Der Bier Guide 2020 widmet sich genau diesem Thema: Dem Genuss von Bier in der österreichischen Gastronomie.“

In seiner 21. Ausgabe stellt der Bier Guide auf 434 Seiten die wichtigsten Bierinnovationen vor, zudem die Besichtigungs- und Ab-Hof-Verkaufsangebote der Brauereiszene und natürlich wieder rund 1100 Bierlokale.

Wie immer gibt es einen einleitenden Essay, in dem sich Conrad Seidl heuer dem Hopfenanbau und der Hopfenzüchtung widmet. Dabei hat er einen in Österreich wenig beachteten Aspekt der neuen Craftbier-Kultur herausgefunden: Ohne die Forschungen und Züchtungsversuche des Niederösterreichers Alfred Haunold gäbe es die Hopfensorte Cascade nicht. Der Cascade und seine Verwandten haben es den Brauern erst ermöglicht, die Biervielfalt der letzten Jahre zu entwickeln.

Diese Vielfalt wird auch von den mehr als zwei Dutzend Bierinnovationen repräsentiert, die im Bier Guide ausgezeichnet wurden. Ausgezeichnet wurden unter anderem:

  • Das Bourbon Berliner – ein in Eichenfässern gereiftes Sauerbier nach Berliner Art von der Brauerei Bierol in Schwoich bei Kufstein
  • Das Don Marillo – ein holzfassgereiftes Fruchtbier, das die Craftbierbrauer von Brew Age in Wien mit Kveik-Hefe vergoren haben.
  • Das Gesellenstück – ein Altbier, mit dem Christian Harringer in der Bierschmiede am Attersee seine Lehre als Bierbrauer abgeschlossen hat.
  • Das Hell Berry – ein Red India Ale, das im Ottakringer Brauwerk Wien entstanden ist.
  • Das Honey Bane – ein Gewürzbier mit Honig und Zirbe von den Drei Prinzen in Bad Ischl
  • Das Melon Blanc – ein Brut IPA aus der ganz neuen Noom-Brauerei in Riegersburg
  • Die Schwarze Tinte – ein in mehreren Versionen erhältliches Stout aus der Dietrachtinger Brauerei im Innviertel
  • Das Omes Pale Ale – ein in Lech am Arlberg gebrautes Ale direkt aus dem Vorarlberger Bierlokal des Jahres.
  • Das Kimchi-Porter – das wahrscheinlich ungewöhnlichste Bier des Jahres aus der 1516 Brewing Company, die tatsächlich Kimchi verbraut.

 

Bier Guide 2020: Der Reiseführer zur Bierkultur

Wie jedes Jahr mit Spannung erwartet wird die Bewertung der Lokale – Conrad Seidl erläutert sie im aktuellen Bier Guide sogar mehrsprachig: „Bierlokale mit fünf Krügeln stellen Weltklasse dar – und es gibt beachtlich viele Betriebe in Österreich, die diese Auszeichnung verdienen. Sie sind aber international orientiert: Wer sich dort etwas typisch Österreichisches erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein, weil die Bierauswahl sich eben an internationalen Bieren orientiert. Ein Lokal mit vier Krügeln ist dagegen das, was man ‚iconic example of Austria’s beer culture‘ bezeichnen würde. Ein Lokal mit drei Krügeln entspricht dem, was etwa das Hofbräuhaus in München oder Mc Sorley’s Old Ale House in New York darstellt – wenn man als Biertrinker niemals dort war, dann war man nicht in der jeweiligen Stadt.“

Der Bier Guide legt also als Maßstab internationale Referenzbetriebe an: Bietet ein österreichisches Lokal ein Maß an internationaler Bierkultur, wie man es etwa im Brüsseler Delirium Cafe findet? Oder ist es so bedeutend für die Identität der Stadt wie U Zlateho Tygra in Prag? Ist es von nationaler Bedeutung wie die Brasserie Federal in Zürich? Daran bemisst sich die Zahl der Krügel, die von Conrad Seidls Bier Guide-Team vergeben werden.

Der Bierpapst listet in seinem neuen Bier Guide 2020 auf 434 Seiten:

  • Mehr als 1.100 Adressen von Bierlokalen,
  • in denen man unter insgesamt rund 5.300 Bierangeboten wählen kann auf.
  • Dazu gibt er einen Überblick über alle Besichtigungsprogramme der österreichischen Bierszene.

Neu ist, dass es zum Bier Guide einen Newsletter gibt, mit dem Conrad Seidl und sein Team auch Zwischendurch über Neuerungen in der Bierszene berichten. Bestellen kann man diesen Newsletter unter:

https://medianet.at/news/newsletter/

Die Top-Bierlokale

Der „Bier Guide 2020 will Biertrinkern dazu verhelfen, Biergenießer zu werden – mit besten Empfehlungen aus allen Bundesländern.

Und das sind die Top-Empfehlungen 2020:

Burgenland Chilli Lounge, Oberwart
Kärnten Mc Mullen’s, Villach
Mahlzig, Herzogenburg
Bierhotel Ranklleiten, Pettenbach
Salzburg Stofflerwirt, St.Michael im Lungau
Steiermark The Thirsty Heart, Graz
Tirol Penzinghof, Oberndorf
Vorarlberg Hotel Gotthard/Omesbräu, Lech
Wien Hefenbrüder, Wien VI
Bierinitiative des Jahres GeBiergsweg Gaming
Mikrobrauerei des Jahres Kaltenhauser Botschaft, Wien XV
Biergeschäft des Jahres Stiegl Getränkeshop, Salzburg
Biergarten des Jahres Stöckl im Park, Wien III

Lokalbewertungen auch online

Alle Lokaltipps des Bier Guide sind abrufbar: Die Webpräsenz www.bier-guide.net ermöglicht sogar eine Suche, wo man in der Nähe ein bestimmtes Bier gut gezapft finden kann. Sie gibt Bierfreunden auch die Gelegenheit, unmittelbares Feedback zu den Bierlokalen zu geben, in denen sie gerade waren – viele derartige Bewertungen wurden von der Redaktion berücksichtigt und haben auch im laufenden Jahr immer wieder zu Korrekturen geführt. Denn die Bierszene ist in ständiger Bewegung und ohne das Feedback der Bierfans wäre ein Guide in diesem Umfang nicht auf letztem Stand zu halten.

Und: Wer mit dem Smartphone unterwegs ist, findet sein Lieblingsbier und seine Lieblingsbrauerei unkompliziert mit einer eigenen App (erhältlich für iOS und Android).

 

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