Volkshilfe: Tag der Familie in Zeiten der Kinderarmut

Stegersbach, 15. 5. 2020

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Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder sind weiter durch die soziale Herkunft bestimmt. Armut und Bildung werden in der Regel vererbt. 372.000 Kinder und Jugendliche in Österreich können ihre Potenziale daher nur eingeschränkt entfalten. Die Corona-Krise hat diese Ungleichheiten erstmals für eine breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht, hat diese aber auch weiter verstärkt.


Am 15. Mai ist der Tag der Familie. Heute möchte die Volkshilfe Burgenland besonders auf das Thema Kinderarmut aufmerksam machen. Die Covid19 Krise hat das Problem der Armut und besonders Kinderarmut ganz klar ersichtlich gemacht. Die betroffenen Familien benötigen dringend Unterstützung. Wir sind auf Spenden der BurgenländerInnen angewiesen.

„Es ist erschreckend wie gut Kinder über die finanzielle Situation in der Familie Bescheid wissen. Sie wissen, wie hoch die Stromkosten sind und wann die Miete fällig ist – das belastet Kinder in ihrer Entwicklung, eröffnet Volkshilfe Burgenland Präsidentin LT-Präsidentin Verena Dunst.

Die Corona Krise hat auch die Armut und speziell die Kinderarmut in Österreich stark steigen lassen. Vor der Krise waren 1,5 Millionen Menschen in Österreich armutsgefährdet. 19% aller Kinder und Jugendlicher in Österreich waren betroffen. Das ist fast jedes 5. Kind. Im Burgenland gab es rund 50.000 armutsgefährdete Personen. 6000 Kinder (von 0 bis 14 Jahren) waren im Burgenland armutsgefährdet.

Präsidentin Dunst berichtet: „Die Corona Krise hat Arbeitslosigkeit geschaffen. Menschen sind in Kurzarbeit und verdienen weniger. Die Einkommen in Österreich wurden stark getroffen. Alleine im Aprilvergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Güssing um 84% angestiegen.“

Seit Beginn der Krise sieht sich die Volkshilfe Burgenland mit einem starken Anstieg an Spendenansuchen konfrontiert. Wir versuchen möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen. In den letzten Wochen wurden mehr als 70 BurgenländerInnen finanziell unterstützt. Jedes einzelne Schicksal ist tragisch.

„Die Spendentöpfe der Volkshilfe Burgenland sind nicht unendlich groß. Um helfen zu können sind wir auf die Hilfe der BurgenländerInnen angewiesen. Darum rufen wir alle BurgenländerInnen und Burgenländer auf zu spenden und den Menschen zu helfen, die von der Krise besonders hart getroffen sind,“ ersucht Volkshilfe Burgenland Präsidentin Dunst.

Spenden können unter dem Zusatz „Kinderarmut Corona“ auf das Spendenkonto der Volkshilfe Burgenland, AT04 5100 0910 1310 0610 (BIC: EHBBAT2E) einbezahlt werden.

 

 

 

 

 

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