GRÜNE warnen vor mechanischen Eingriffen in den Neusiedlersee

Eisenstadt, 29. 5. 2020

grüne
LAbg. Wolfgang Spitzmüller, Grüne

Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller (GRÜNE) warnt vor „technischen Lösungen“ gegen die drohende Austrocknung des Neusiedler Sees und reagiert damit auf Pläne von Landesrat Heinrich Dorner, den See mit einer Fremdwasserzuleitung versorgen zu wollen. Das Vermischen des Seewassers mit Wasser einer anderen mineralischen und chemischen Zusammensetzung ist für das hochsensible und besondere Ökosystem höchst problematisch und gefährdet dieses. Es gibt wissenschaftliche Grundlagenstudien die derartige Lösungen in Frage stellen – abgesehen von den enormen Kosten.

Spitzmüller: „Solche Eingriffe sind gefährlich für so sensible Natursysteme. Der Neusiedler See ist in erster Linie ein Naturjuwel von europäischer Bedeutung und erst danach ein Wirtschaftsfaktor. Man kann nicht immer alles technisch lösen.“

Die Erhaltung des Neusiedler See muss durch Maßnahmen zum Klimaschutz auf burgenländischer, österreichischer und europäischer Ebene geschehen. Der „Patient“ braucht ein gesundes Klima, um sich erholen zu können – die kurzfristigen Bluttransfusionen werden hier leider nur die Krankheit verschlimmern.

 

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