Stellungnahme von Sport Austria zu Vizekanzler Werner Kogler

Wien, 17. 6. 2020

bso logoZur in der ZiB2 geäußerten Replik von Sportminister Werner Kogler auf die gestrige Sport Austria-PK nimmt Sport Austria als Interessenvertretung des organisierten Sports in Österreich folgendermaßen Stellung:

Dem österreichischen Sport mit seinen 15.000 Vereinen wurden vom Sportminister – nach guten und konstruktiven Gesprächen mit Sport Austria und seinen Dach- und Fachverbänden – bereits mit April Hilfszahlungen in Aussicht gestellt, die allerdings ausgeblieben sind.

Stattdessen wurde von der Bundesregierung am 13. Mai ein NPO-Hilfspaket für gemeinnützige Organisationen wie u.a. für Sport und Kultur in der Höhe von 700 Millionen Euro verkündet.
Ab diesem Zeitpunkt war es den für die Erstellung der Richtlinien verantwortlichen Ministerien (Sportministerium sowie jenes für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus) möglich, an den Richtlinien für die Vergabe zu arbeiten. Natürlich hat Sport Austria diesbezüglich eine Stellungnahme abgegeben. Allein, bis heute – fünf Wochen später – sind diese noch immer nicht fertig. Vor Juli wird es also realistischerweise keine Auszahlungen geben, obwohl die Situation längst besorgniserregend ist und sich Obleute bereits in privater Haftung befinden. Nach wie vor ist uns kein Zeitplan und keine Deadline für den Richtlinienprozess sowie für den Beginn von Antragsstellungen bekannt. Selbstverständlich sind in anderen Ländern bereits Unterstützungszahlungen geleistet worden.

Um die Abwicklungen zu erleichtern, hat Sport Austria immer einen eigenen Hilfstopf für den Sport angeregt, der über die Strukturen des Sports transparent und effizient hätte abgewickelt und ausgezahlt werden können.

Was die Kommunikation von Sport Austria über bevorstehende Lockerungen an seine Mitglieder betrifft: Sport Austria kommuniziert ausschließlich Fakten und keine mutmaßlich bevorstehenden Maßnahmen. Für die Vereine und Verbände wäre eine vom Gesundheits- und Sportminister offiziell verkündete langfristige Lockerungs-Perspektive wichtig, um die Saisonplanungen seriös vornehmen zu können. Da dies bis dato aber nicht stattgefunden hat, drohen Saisonausfälle und damit verbunden ein immenser wirtschaftlicher Schaden und der Verlust von weiteren Arbeitsplätzen.

 

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