Generalvikar Martin Korpitsch 40 Jahre Priester: Seelsorger und Brückenbauer

Eisenstadt, 1. 7. 2020

Zu seinem 40-jährigen Priesterjubiläum lud Generalvikar Korpitsch zu einer Messe in den Eisenstädter Martinsdom.

kirche

Als „Seelsorger mit Talent zum Brückenbauen“ ist der Eisenstädter Generalvikar Martin Korpitsch aus Anlass seines 40. Priesterjubiläums von Diözese, Domkapitel und Dompfarre gewürdigt worden. Der Jubiläumsgottesdienst fand am Montag – Hochfest Peter und Paul – im Martinsdom von Eisenstadt statt. Korpitsch ist 64 Jahre alt und stammt aus Mogersdorf im Südburgenland. Schon bald nach Theologiestudium in Wien und Priesterweihe 1980 wurde er Sekretär von Bischof Stefan László, und half u.a. damals (1988) dabei den Papstbesuch im Burgenland vorzubereiten.
Kurz vor seinem Amtsantritt als Generalvikar im Jahr 2013 hielt Korpitsch im Interview mit der Kirchenzeitung „martinus“ fest: „Ich glaube, dass ich in meiner neuen Aufgabe nicht nur am Schreibtisch sitzen werde“. Er hat sein Versprechen gehalten und ist seinen Stärken sowie Naturell gemäß – trotz administrativer Tätigkeit – Seelsorger geblieben.

Stimmungsvolle Messe im Zeichen Dankbarkeit
„Es war für mich schon ein Erlebnis. Was mich berührt hat ist, dass Leute da waren die zum Teil weite Wege gemacht haben. Ich habe gespürt, dass da große Dankbarkeit ist“, betonte Generalvikar Korpitsch in einem Gespräch nach dem Gottesdienst. Die Dankbarkeit, die der Jubilar seitens der Mitfeiernden wahrnahm und die er empfand, teilte er in der Messe mit den Anwesenden. Und er gedachte den vielen Gottesdiensten, die er im Martinsdom als Seelsorger miterlebt hatte und dann auch als Generalvikar übernahm.
Nach dem Gottesdienst plauderte er in neuer Gewandung – einem Geschenk seiner Schwester – mit den MessbesucherInnen und wartenden GratulantInnen.

„Brückenbauen“ als wichtige Arbeit
Es brauche „das Zugehen auf die Menschen, aber auch die Verbundenheit mit Jesus“, betonte Korpitsch anlässlich seines 60. Geburtstages vor vier Jahren in einem Gespräch mit der Kirchenzeitung. Eine wichtige Aufgabe sah er immer im „Brückenbauen“. Dabei versuchte er nie zu missionieren, sondern ließ seine Werte sanft einfließen. „Die Menschen vertrauen mir viel an, weil eine Verbundenheit da ist“, betonte er. „Es ist auch wichtig Kontakt zu jenen zu halten, die nicht in der Kirche sozialisiert sind.“ Korpitsch pflegt den Kontakt zu unterschiedlichen Milieus, seine Leutseligkeit hat ihm auch in kirchenfernen Kreisen Anerkennung und Popularität beschert.
Seit Jahren kämpft er mit einer Krebserkrankung. Seinen Tatendrang hat diese aber wenig beeinflusst.


Bodenständig und bescheiden
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics beschreibt seinen Mitbruder als Meister darin „Brücken der Verständigung zu bauen“. Damit werde er „mit seiner bodenständigen, bescheidenen Art selbst zu einem spirituellen Leuchtturm der Martinstaten“. Bischof Zsifkovics strich dessen „Offenheit und Leutseligkeit im unkomplizierten Zugehen auf die Menschen, sein seismografisches Gespür für deren Hoffnungen und Ängste sowie sein unermüdliches Arbeiten im Garten des Herrn“ hervor.

Martin Korpitsch war u.a. Pfarrer in Schützen am Gebirge, Donnerskirchen, Pinkafeld, Eisenstadt-Oberberg und Kleinhöflein. Er ist aktuell auch Dompropst des Domkapitels zum heiligen Martin, bekam von der Stadtgemeinde Eisenstadt 2016 den Ehrenring verliehen und ist Träger des Ehrenzeichens des Landes Burgenland. Als Sekretär von Bischof László traf er mehrmals Papst Johannes Paul II., der ihn sehr beeindruckte.

 

 

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