Projekt „Verrückt? Na und!“ erhält 1. Platz der Ferry Porsche Stiftung

Eisenstadt, 1. 7. 2020

„Wir unterstützen Menschen, die Verantwortung übernehmen, anderen helfen und die Welt besser machen!“

Die Ferry-Porsche-Stiftung fördert und initiiert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung & Wissenschaft, Kultur und Sport. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung vor allem Kinder und Jugendliche unterstützen.

promente
vlnr: Simon Stehlik, Dr. Manuela Richter-Werling, Mag. Richarda Mühlthaler, Mag. Daniela Plohovits-Kittelmann, Bettina Anscheringer-Jelinek, Mag. Karin Pongratz, Claudia Neuhold-Fuchs, MSc, Claudia Schmidt, MSc, Angelika Kroyer-Bergles, MSc, Sabrina Palatin-Ettl, Mag. Elsbeth Sitzwohl, Herbert Varallyai, Mag. Stefan Halvachs, Arnold Fass, Mag. Sonja Karall, Martin Schöck

Die Preisträger der ersten Ferry Porsche Challenge stehen fest. Mit ihrem Spendenwettbewerb fördert die Ferry-Porsche-Stiftung insgesamt 70 Projekte mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. Heuer ging der 1. Platz an das Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“. Der Verein Irrsinnig Menschlich e.V. hat diese Projekt bereits im Jahr 2000 entwickelt und fördert seither bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der seelischen Gesundheit. 2015 wurde da Projekt durch pro mente nach Österreich geholt und konnte seither 3.700 Schüler*innen erreichen. Mit Unterstützung des Landes konnte es 2019 auch im Burgenland implementiert werden. Inhaltlich bringt das Projekt das Thema psychische Gesundheit an die Schule, macht psychische Krisen besprechbar und zeigt einfache sowie wirksame Wege auf, wie Schüler und Lehrkräfte psychische Krisen meistern und ihre psychische Gesundheit stärken können. An einem Schultag vermittelt ein Projektteam den Schüler*innen Wissen über psychische Erkrankungen. Ausgangspunkt stellen die bisherigen Lebenserfahrungen der Schüler dar. Häufige Themen sind: Prüfungsstress, Mobbing, Schulleistung, Belastung durch Krankheit, Suizid, psychisch- oder suchtkranke Eltern, Drogen, Alkohol und Zukunftssorgen.

Ein Kernelement ist die Begegnung mit Menschen, die selbst Erfahrungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen gemacht haben, sowie fachliche Expert*innen. Die Fachexpert*innen kommen aus Prävention, Gesundheitsförderung und psychosozialer Versorgung. Die persönlichen Expert*innen haben selbst psychische Krisen erfahren und gemeistert.

Die aktuelle Situation im Hinblick auf COVID-19 hat vieles sichtbar gemacht und überwältigt auch Kinder und Jugendliche. Neben großer Unsicherheit, dem Fehlen sozialer Kontakte, möglichen Veränderungen in der Familie hat sich besonders die Situation von Kindern bzw. Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen verschärft. Folge davon können Ängste, Depressionen, Isolation, Suchtverhalten, Anstieg Suizid usw. sein. Dies war auch Thema in der gestrigen Pressekonferenz der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, sowie in der heutigen Pressekonferenz von Gesundheitsminister Rudolf Anschober zum Thema „Psychische Gesundheit und Auswirkungen durch Corona“.

Gesundheitsexpert*innen erwarten einen massiven Anstieg psychischer Erkrankungen. Die individuellen Beeinträchtigungen und gesellschaftlichen Kosten, die dadurch entstehen sind enorm. Angesicht dieser Evidenzen wird von der WHO dringend empfohlen spezielle präventive Maßnahmen in der Schule zu implementieren – wie z.B. das Projekt „Verrückt! Na und?“ welches seit Jahren erfolgreich umgesetzt wird.

 

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