Tätergruppe ausgeforscht – Schaden über 130.000,- Euro

Oberwart, 10. 7. 2020

Der Bezirkskriminaldienst Oberwart ermittelte seit Anfang April 2019 gemeinsam mit Kollegen der Diebstahlsgruppe des LKA Burgenland gegen eine zunächst unbekannte Tätergruppierung wegen sechs schweren Einbruchsdiebstähle in Landtechnik-Firmen mit einer Gesamtschadenssumme von über EUR 131.000, —

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Durch die markante Arbeitsweise der Täter konnten in der Folge von den Ermittlern ein Zusammenhang mit gleichartigen Einbrüchen in Knittelfeld, Unterwart, Kirchfidisch, Waidhofen an der Ybbs und Ternitz hergestellt werden.

Die Täter gingen straff organisiert vor. Ein Einbruch dauerte oft nicht länger als drei bis vier Minuten. Durch Einschlagen von Auslagenscheiben drangen sie in das Objekt ein und stahlen hochpreisige Motorsägen, Motorsensen und auch Motorräder, welche sie sofort nach der Tat ins benachbarte Ungarn verbrachten. Durch diese zielstrebige Vorgangsweise hinterließen die Täter nur wenig brauchbare Spuren, was die Ermittlungen natürlich erheblich erschwerte.

Erste Erhebungsergebnisse ergaben dann einen dringenden Tatverdacht gegen eine ungarische Tätergruppierung, weshalb aus diesem Grund auch mit der ungarischen Polizei Kontakt aufgenommen wurde. Die Zusammenarbeit mit der ungarischen Aufklärungsabteilung in Szombathely verlief äußerst erfolgreich. Es konnten wichtige Hinweise ermittelt werden, welche ebenfalls zur Aufklärung der gegenständlichen Straftaten beigetragen haben.

Schlussendlich konnten nach langwierigen und zeitintensiven Ermittlungen eine Tätergruppierung aus dem Raum Celldömölk, Komitat Vas in Ungarn (ca. 40 km östlich von Szombathely) ausgeforscht werden.

Die Tatausführungen wurden teils in unterschiedlichen personellen Zusammensetzungen ausgeführt. Als Haupttäter konnte ein 36-jähriger Ungar und sein 33-jähriger Freund, ebenfalls ungarischer Staatsbürger, ausgeforscht und angezeigt werden. Bei der mittlerweile am Landesgericht Eisenstadt bereits stattgefundenen Hauptverhandlung wurden die Beschuldigten zu langjährigen Haftstrafen (fünf bzw. drei Jahre unbedingt) verurteilt.

Gegen vier weitere zwischenzeitlich ausgeforscht Mittäter läuft derzeit noch eine internationale Fahndung.

 

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