ARBÖ: Tipps für die Wartung von E-Bikes

Eisenstadt, 14. 8. 2020

Gut 750.000 E-Bikes sind auf österreichischen Straßen bereits unterwegs, allein im vergangenen Jahr wurden 170.000 Stück verkauft. E-Bikes sind populär und längst nicht nur ein Sport- oder Freizeitgerät, sondern auch eine echte Alternative für Alltagswege. Gerade jetzt im Sommer sind viele E-Bikefahrer auf den Straßen und Radwegen unterwegs“, erklärt Jürgen Janisch, der E-Bike–Experte des ARBÖ Burgenland. Damit es zu keinen gefährlichen Situationen kommt und Stürze und Unfälle vermieden werden, darf die Wartung der Fahrräder mit E-Antrieb nicht vernachlässigt werden. Man darf nicht vergessen: Mit einem E-Bike ist man mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 25 Km/h nicht viel langsamer als ein Moped. Bei Stürzen und Unfällen ist die Verletzungsgefahr für den Fahrer ähnlich hoch“, unterstreicht der ARBÖ-Techniker vom Prüfzentrum in Güssing. Deshalb muss der technische Zustand regelmäßig überprüft werden!“

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Eine Inspektion wird beim Kauf eines neuen Rades entweder nach ca. 300 Kilometer oder nach drei bis sechs Monaten zum ersten Mal fällig. Danach sollte die Überprüfung im eigenen Interesse mindestens einmal pro Jahr gemacht werden, empfiehlt Janisch. Wer sehr viel mit dem E-Bike unterwegs ist, sollte zur Sicherheit zwei Mal im Jahr zu einer Inspektion.

Die wichtigsten Tipps der ARBÖ-Checkliste:

  • Rahmen und Gabel: Mit einer „Sichtprüfung“ werden Rahmen und Gabel auf Risse und Verformungen gecheckt. Das Lenkkopflager wird auf Spiel und Leichtgängigkeit getestet. Lenker, Griffe und Vorbau werden auf einen festen Halt geprüft.

  • Räder und Bereifung: Vorder- und Hinterrad sind auf ihre Befestigung zu prüfen, die Felgen dürfen keine Beschädigungen aufweisen. Die Radlager und -naben sollten kein Spiel haben.

  • Bei den Reifen müssen Profil und Luftdruck in Ordnung sein.

  • Beim Antrieb werden Kette, Zahnkranz und Ritzel auf offensichtlichen Verschleiß geprüft und gegebenenfalls gereinigt und geschmiert. Die Kette wird auf ihre Spannung kontrolliert. Die Gangschaltung muss so eingestellt sein, dass Schaltvorgänge einfach möglich sind. Die Schalthebel am Lenker sind auf Funktion und Festigkeit zu checken.

  • Besonders wichtig sind die Bremsen: Die vollständige Anlage ist auf ihre Funktion zu testen. Bei Bremsbelägen und -scheiben müssen Verschleiß und Befestigung kontrolliert werden, Bowdenzüge und Bremsleitungen sind auf Schäden, Verschleiß und Knicke zu prüfen. Bei Hydraulikbremsen müssen Dichtheit und Druckpunkt in Ordnung sein.

  • Wesentlich für die Sicherheit ist die Fahrradbeleuchtung. Diese muss den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung entsprechen und natürlich voll funktionsfähig sein.

 

 

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