Niessl: „Präventionskonzepte laufend adaptieren statt ZuseherInnen- und TeilnehmerInnenzahlen limitieren“

Wien, 19. 10. 2020

Sport Austria-Präsident Hans Niessl nimmt zu den neuen Regierungsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus folgendermaßen Stellung:

bso niessl logo„Generell ist festzustellen, dass Sport Austria für den organisierten Sport seit Beginn der Pandemie entsprechende Präventionskonzepte ausarbeitet und weiterentwickelt, wie zuletzt auch unter Mitarbeit von Prof. Hans-Peter Hutter (Med.Uni. Wien). Dank dieser Konzepte und der Disziplin aller Beteiligten – von den Vereinsverantwortlichen über die SportlerInnen bis zu den ZuseherInnen – sind bis dato keine problembehafteten Clusterbildungen im Sport  bekannt. Ich appelliere freilich dennoch an alle, sämtliche Regeln weiterhin diszipliniert einzuhalten! Ein Musterbeispiel für die gute Umsetzung der Maßnahmen im Kampf gegen das Virus war das ÖFB-Cupspiel Wr. Neustadt – Rapid, bei dem ich selbst dabei war: allen BesucherInnen wurde Fieber gemessen, jeder musste sich die Hände desinfizieren, dazu wurden Masken getragen und Abstände eingehalten.

Maßnahmen, die es den Vereinen immer schwieriger machen, der Bevölkerung Sport anzubieten, führen in weiterer Folge zu Bewegungsmangel. Das kann nicht das Ziel der Bundesregierung sein. Maßnahmen, die Menschen mehr und mehr in den privaten Wohnbereich zurückdrängen, können ebenso kontraproduktiv sein. Dann schauen sich die Menschen Sport eben in Gruppen im Fernsehen an: unkontrolliert in engen, geschlossenen Räumen statt auf Sportstätten, wo sie präventiven Regeln unterliegen und wo vor allem outdoor nur ein sehr geringes Ansteckungsrisiko vorhanden ist. Deshalb: Präventionskonzepte unter wissenschaftlicher Begleitung laufend adaptieren statt TeilnehmerInnen- und ZuseherInnenzahlen immer stärker zu limitieren – noch dazu ohne Relation zum jeweiligen Fassungsvermögen.“

Folgende neuen Maßnahmen treten ab Freitag, 23.10., in Kraft:

Für Sportveranstaltungen (Kurse, Trainings, Wettkämpfe etc.) im Breitensport:

  • outdoor max. 12 Personen
  • indoor max. 6 Personen
  • mehrere Gruppen parallel möglich ohne Durchmischung

Sportveranstaltungen mit ZuseherInnen (zugewiesene Sitzplätze):

  • outdoor max. 1.500 Personen
  • indoor max. 1000 Personen
  • durchgehende Maskenpflicht
  • keine Bewirtung
  • ab 13 Personen anzeigepflichtig

Durchführende Personen sind ausgenommen.

 

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