Winterreifenpflicht ab Sonntag

Eisenstadt, 31. 10. 2020

arbö
Dr. Peter Rezar, Präsident ARBÖ

„Am Sonntag, den 1. November, gilt wieder die situative Winterreifenpflicht in Österreich“, sagt Gerhard Graner, Technikexperte des ARBÖ Burgenland. „Spätestens dann sollten die mit M&S gekennzeichneten Pneus auf dem Auto montiert sein.“ Von 1. November bis 15. April des darauffolgenden Jahres schreibt bei winterlichen Witterungsverhältnissen der Gesetzgeber verpflichtend Winterreifen vor. „Das bedeutet, wenn die Straße mit Schnee, Matsch oder Eis bedeckt ist, müssen Winterreifen am Fahrzeug drauf sein“, führt Graner aus.

Nicht alle Gummis sind geeignete Winterreifen: Diese müssen den Anforderungen des Winters sowie des Gesetzgebers entsprechen. Dabei sind einige Punkte zu beachten: Als Winterreifen sind nur solche genehmigt, die mit der Kennzeichnung M+S, M.S., M&S bzw. M/S versehen sind. Auch Ganzjahresräder haben diese Markierung und gelten somit gesetzlich als Winterreifen, allerdings darf auch bei diesen Gummis die Mindestprofiltiefe von vier Millimetern nicht unterschritten werden. Die oftmals vorhandene Schneeflocke garantiert zudem, dass diese Reifen für den speziellen Einsatz auf winterlichen Fahrbahnen entwickelt und geprüft wurden.

Die 4er-Regel:

„Weiter gilt zu beachten, dass man mit der bekannten 4er-Regel stets richtig und sicher unterwegs ist“, erklärt der ARBÖ-Techniker.

– Es müssen alle vier montierten Reifen Winterreifen sein.

– Die Wintertauglichkeit von Reifen ist durch das Zeichen M+S (Matsch + Schnee) gekennzeichnet.
– Die Profiltiefe muss mindestens vier Millimeter bei Winterreifen in Radialbauart betragen.
– Die „gesunde“ Lebensdauer von Winterreifen beträgt vier Jahre.

Wer die Vorschrift ignoriert, nimmt die Gefahr von empfindlichen Strafen in Kauf: „Bei einer Verkehrskontrolle kann die Exekutive im Extremfall Strafen von bis zu 5000 Euro verhängen“, weiß Graner. Kommt es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Verkehrsunfall, sind auch Probleme mit der Versicherung zu erwarten: Die Haftpflichtversicherung kann Regressansprüche stellen, und die eigene Kaskoversicherung zahlt den Schaden möglicherweise nicht. „Der ARBÖ empfiehlt, die Winterreifenpflicht unbedingt einzuhalten, da dadurch rechtliche Probleme leicht vermieden werden können“, unterstreicht der ARBÖ-Experte abschließend.

 

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