BANK BURGENLAND unterstützt die VOLKSHILFE im Kampf gegen Kinderarmut

Eisenstadt, 10. 11. 2020

Aktuell sind in Österreich, dem drittreichsten Land der EU, 19% der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre von Armut und Ausgrenzung betroffen. Das sind 303.000 Kinder, jedes 5. Kind in Österreich. Im Burgenland gibt es 6.000 armutsgefährdete Kinder. Jedes einzelne Kind ist eines zu viel! Besonders oft betroffen sind Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Vätern und Kinder, die mehr als zwei Geschwister haben. Die Bank Burgenland unterstützt den Kampf gegen Kinderarmut nun mit einer großzügigen Spende in der Höhe von 5.000 Euro.

vh
Mag. Andrea Maller-Weiß, ehrenamtliche Volkshilfe Burgenland Präsidentin LT.-Präs.in Verena Dunst und Bank Burgenland Vorstandsdirektor Gerhard Nyul

Der Weltspartag war für die Bank Burgenland immer ein guter Anlass, persönlich Danke zu sagen: Für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. „Das war uns heuer durch die Corona-Pandemie leider nicht möglich. Deshalb spenden wir den für Kundeneinladungen vorgesehenen Betrag denjenigen, die unter der Covid-19-Pandemie ganz besonders leiden. Vor allem Familien mit Kindern, die bisher kaum über die Runden kamen, sind jetzt besonders gefährdet, in Armut zu geraten,“ erklärt Bank Burgenland Vorstandsdirektor Gerhard Nyul. „Mit unserer Spende unterstützen wir die Programme der Volkshilfe im Burgenland, Kindern in Not zu helfen,“ ergänzt Mag Andrea Maller-Weiß, Vorstandsdirektorin der Bank Burgenland.

Volkshilfe Burgenland Präsidentin Verena Dunst dazu: “Ich möchte mich bei der Bank Burgenland herzlich bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, solch großzügige Unterstützung zu bekommen. Wir werden jeden einzelnen Euro zur Bekämpfung von Kinderarmut einsetzen. Kinderarmut ist wirklich ein Skandal der Gegenwart. Wir wollen, dass jedes Kind die Chancen hat sich zu verwirklichen. Deshalb treten wir an, die Kinderarmut in Österreich abzuschaffen!

Mehr Informationen finden Sie unter: www.kinderarmut-abschaffen.at

 

 

Was ist relative Armut?

Armut ist relativ. Armut im Südsudan – dem ärmsten Land er Welt – sieht anders aus, als Armut in Österreich. In Österreich sprechen wir daher von „relativer Armut“. Im Gegensatz zur absoluten Armut – die sich in Hunger und Obdachlosigkeit ausdrückt – wird relative Armut am allgemeinen Lebensstandard der jeweiligen Gesellschaft gemessen. Als arm gelten jene Menschen, denen es aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, in Österreich übliche Güter zu erwerben bzw. zu konsumieren – und denen dadurch eine gesellschaftliche Teilhabe verwehrt bleibt.

Wer gilt als armutsgefährdet?

Als armutsgefährdet gilt, wer mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen muss. Diese Einkommensgrenze wird Armutsgefährdungsschwelle genannt. Aktuell liegt sie in Österreich bei 1.286 Euro monatlich für einen 1-Personen-Haushalt. Der Wert erhöht sich pro weiterer erwachsener Person im Haushalt (um den Faktor 0,5) und pro Kind unter 14 Jahren (um den Faktor 0,3).

Armutsgefährdungsschwelle in Österreich (nach Monatseinkommen):

1 Personen-Haushalt: 1.286 €
1 Erwachsener + 1 Kind: 1.671 €
2 Erwachsene + 2 Kinder: 2.700 €

 

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