45 Jahre sind genug

Güssing, 7. 12. 2020

Gegen Pensionsraub und für gerechte Pensionen für Frauen!

SPÖ Bezirksparteivorsitzende LTPin Verena Dunst, Bezirksfrauenvorsitzende Bgm.in Michaela Raber, FSG Vorsitzende Hager Christine und ÖGB Regionalsekretär Edmund Artner kritisieren Abschaffung der „Hacklerregelung“

 

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Bgm.in Michaela Raber, FSG Bezirkssekräter Edmund „Jimmy“ Artner, LTPin Verena Dunst, FSG Bezirksvorsitzende Tina Hager

Die Bundesregierung versucht die Frauen gegen die Männer auszuspielen. Mit der Abschaffung der „Hacklerregelung“ erhalten Frauen keinen Cent mehr, die Frauenpensionen bleiben viel zu niedrig. „Die beabsichtigte Pensionskürzung sorgt für keine Gerechtigtkeit für Frauen im Pensionssystem“, kritisiert Bezirksparteivorsitzende LTPin Verena Dunst.

Die Abschaffung der Hacklerregelung erhöht keinesfalls die Frauenpensionen. Frauen erhielten 2019 im Durchschnitt um rund 42 Prozent weniger Pension als Männer. „Frauen arbeiten in schlechter bezahlten Jobs oder in Teilzeitjobs bzw. setzen ihre Berufsausübung zugunsten der Kinder- oder Angehörigenbetreuung eine Zeitlang aus“, so LTPin Verena Dunst.

„Große Unternehmen, kleine Betriebe, die Gastronomie, Bauern, Forstbesitzer – sie alle werden von der Bundesregierung in der Krise großzügig gefördert. Die einzigen, die in dieser Zeit zu Kasse gebeten werden, sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Jene Menschen, die 45 Jahre hart gearbeitet haben, Steuern zahlten und das Land am Laufen hielten. Mit der Abschaffung der abschlagsfreien Hacklerregelung sagte die Bundesregierung „Danke“ dafür“, zeigt sich FSG-Bezirksvorsitzende Tina Hager noch immer empört.

300 Euro pro Monat weniger bekommen Menschen, die 45 Jahre lang gearbeitet haben, durch die Streichung der „Hacklerpension“. 60 Euro pro Monat bringt ihnen der von der Regierung hoch gelobte Frühstarterbonus. Ab 2024 wird das Frauenpensionsalter schrittweise an jenes der Männer angeglichen. „Helfen kann aber nur die bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten“, so LTPin Verena Dunst.

„Während sich die Regierung den jährlichen Pensionsaufwand von rund 39 Millionen Euro nicht mehr leisten will, bezahlt sie im Gegenzug Anzeigen, Inserate und Werbung in der Höhe von 120 Millionen Euro in div. Medien. Ein Schlag ins Gesicht aller Betroffener“, kritisiert auch FSG-Bezirkssekräter Edmund „Jimmy“ Artner.

Die Sonntagsöffnung nach dem Lockdown ist der nächst Affront gegen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die hauptsächlich im Handel tätig sind. „Die Familien, die durch die Corona-Krise schon ohnehin massiv unter Druck stehen, werden noch mehr belastet“, so LTPin Verena Dunst.

 

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