Erste virtuelle EU-Studienreise nach Brüssel

Eisenstadt, 9. 12. 2020

Green Deal, EU-Digitalisierung und die Rolle der EU in der Corona Pandemie. Spannende Themen behandelten Masterstudierende in European Studies and Management of EU Projects der FH Burgenland in den letzten Tagen. Und zwar im Rahmen einer EU-Studienreise nach Brüssel. Der große Unterschied zu den Studienreisen davor: Die Exkursion zu den EU-Institutionen wurde coronabedingt ins Internet verlegt. Hochrangige Speaker der wichtigsten EU Institutionen gaben wertvollen Input und diskutierten eifrig mit den Studierenden.

fh

Eine mehrtägige Exkursion nach Brüssel steht für Studierende des Masterstudiengangs European Studies – Management of EU-Projects der FH Burgenland jedes Jahr fix auf dem Programm. Unter dem Motto „Wo ein Wille, da ein Weg“ fand die Studienreise 2020 coronabedingt virtuell statt. Studiengangsleiterin Gerda Füricht-Fiegl organisierte gemeinsam mit Kollegin Josefine Kuhlmann spannende Meetings und Insights in die Institutionen der EU für die 30 Erstsemestrigen. „Wie tickt Brüssel? Das konnten die Studierenden hautnah erleben. Dank des engagierten Einsatzes unserer Brüsseler Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner ist das auch virtuell toll geglückt“, freut sich Füricht-Fiegl.

Virtuell besucht wurde von den interessierten Studierenden neben der EU-Kommission, dem Europäischen Parlament (EP) und dem Ministerrat auch der Ausschuss der Regionen, der Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie einzelne Lobbyisten und Interessensvertretungen wie etwa das Verbindungsbüro des Burgenlandes in Brüssel.

Top Themen Green-Deal und die Corona Pandemie
Helena Braun aus dem Kabinett des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans, sprach zu den Plänen der EU-Kommission im Rahmen des Green Deals. Claudia Gamon, Abgeordnete des Europäischen Parlaments diskutierte mit den Studierenden über Klimaschutz und Wirtschaft. Abgeordnete Sarah Wiener präsentierte Strategien zur Ernährung, konkret die farm to fork strategy. Zum Thema Digitalisierung und Besteuerung, aber auch zu Fragen der Gleichbehandlung war die Abgeordnete und Ausschussvorsitzende des Europa Parlaments, Evelyn Regner, Ansprechpartnerin der angehenden EU Expertinnen und Experten.

Zum wohl aktuellsten Thema, der Corona Pandemie und dem damit verbundenen Unterstützungsprogramm der EU, sprach der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas. Einblicke in Lobbying gewährte die Vizepräsidentin des großen Dachverbandes BEUC (Verband Konsumentenschutz) in Brüssel, Ursula Pachl. Weiters standen u.a. Rainer Winter, neuer Leiter des Verbindungsbüros Burgenland in Brüssel, sowie Petra Völkerer von der AK in Brüssel, wie auch der langjährige Brüssel-Korrespondent der APA, Thomas Schmidt, für Fragen der wissbegierigen Gruppe an Studierenden zur Verfügung.

Themen von großer Relevanz
„Es war für die Studierenden eine Freude, zwei der erfahrensten österreichischen EU-Parlamentarier auf der virtuellen Brüssel-Studienreise zu hören: Vizepräsident Othmar Karas und Ausschussvorsitzende Evelyn Regner. Beide nahmen zu den großen aktuellen Herausforderungen der EU Stellung. Vizepräsident Karas stand zu den Maßnahmen der EU zur Bewältigung der COVID-19 Pandemie Rede und Antwort. Evelyn Regner wies wiederum auf den großen Missstand hin, dass viele große Unternehmen in der EU kaum Steuern zahlen. Es gebe sehr wohl Mittel und Wege, hier entgegenzuwirken und dafür lohne es sich weiterhin zu kämpfen“, gibt Studiengangsleiterin Füricht-Fiegl die Eindrücke der Studierenden wider. Und abschließend: „Die Studienreise fühlte sich für viele „wie echt“ an – nur das Spazieren im EU-Viertel habe gefehlt.“

„Ich finde es hätte kaum besser stattfinden können zu Zeiten wie diesen. Die Themen waren relevant und interessant, es war ein sehr angenehmes Klima und eine tolle Möglichkeit mit den Speakern auch tatsächlich zu reden. Außerdem wurde mir klar, dass das auch Menschen sind wie wir, mit denen man sich unterhalten kann“, resümiert Studentin Nina Dohr.

Facts zum Studiengang
Masterstudiengang European Studies – Management of EU-Projects; Abschluss – Master of Arts in Business – MA; Organisationsform: berufsbegleitend, Freitag 8.30 bis 21.00 Uhr und Samstag 8:30 bis 19:00 Uhr etwa vierzehntägig; Anzahl der Studienplätze: 28; Studienort: Eisenstadt; Unterrichtssprache: Englisch; keine Studiengebühren.

Eine Anmeldung ist unter www.fh-burgenland.at ist für das Studienjahr 2021/22 bereits möglich!

 

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