Landwirtschaftskammer zieht Bilanz des Krisenjahres 2020

Eisenstadt, 30. 12. 2020

Das heurige Jahr brachte enorme Herausforderungen. Unsere Bäuerinnen und Bauern haben aber mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer gezeigt, dass sie krisenfest sind und dass sie ihre Aufgaben für die Burgenländerinnen und Burgenländer erfüllt haben. Die regionale Lebensmittelversorgung war zu jeder Zeit gegeben. Die Burgenländische Landwirtschaftskammer zieht Bilanz über das Krisenjahr 2020.

 

Corona steigerte die Bedeutung der regionalen Lebensmittel

lwkDie Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf alle Gesellschaftsbereiche. „Auch der Agrarsektor ist davon stark betroffen. Einerseits sind Absatzmärkte weggebrochen und enorme Umsatzeinbußen waren die Folge. Andererseits war die Gesellschaft besorgt, ob ausreichend Lebensmittel für alle vorhanden sind. Diese Besorgnis führte sogar zu Hamsterkäufen in der Bevölkerung. Doch selbst in der Krise hat die heimische Landwirtschaft bewiesen, dass unsere Bauern die Menschen mit ausreichend regionalen und gesunden Lebensmitteln versorgen können,“ stellte Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich fest.

Berlakovich weiter: „Um auch geschädigte Bauern in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, wurden auf Bundesebene seit dem Frühjahr konkrete Hilfsmaßnahmen gestartet: Härtefallfonds, Corona-Hilfsfonds, Fixkostenzuschuss, Umsatzersatz, Kurzarbeit u.a.. Außerdem konnte in erfolgreichen Verhandlungen mehrmals erreicht werden, dass der Pendlerverkehr zwischen Österreich und Ungarn ohne Einschränkungen wieder möglich war.“

Die Pandemie hat viele Menschen zum Umdenken veranlasst. Die Herkunft der Lebensmittel hat an Bedeutung gewonnen. „Bauernmärkte und Direktvermarkter finden regen Zuspruch. Gemeinsam mit unseren Bauern haben wir Initiativen für die hochwertigen heimischen Produkte gestartet. Mit #kochregional und #kaufregional haben wir auf Facebook die Menschen eingeladen mit regionalen Lebensmitteln zu kochen. Mit der Plattform Buschenschank Schmaus für z’Haus konnten sich die Burgenländer ihre Heurigenplatte nach Hause liefern lassen und Martini in the box brachte das saisonale Martinigansl in die Haushalte der Österreicher“, berichtet Berlakovich.

 

Unsere Bauern zeigen auch in der Krise Kreativität und Innovationsgeist

Trotz Pandemie konnte heuer der zweite Innovationspreis der Burgenländischen Landwirtschaftskammer vergeben werden. „30 Betriebe stellten sich diesem Jahr dem Innovationspreis der LK „Burgenland is(s)t innovativ“. Mit diesem Preis holen wir unsere innovativen Bauern vor den Vorhang. Da eine Präsentation auf der Inform heuer nicht möglich war, wurden ein Gewinnspiel mit den innovativen Produkten auf Facebook abgehalten. Von neuen Produktkreationen bis hin zu digitalen Absatzkanälen haben die Bauern auch dieses Jahr gezeigt, wie innovativ sie sind“, so Präsident Berlakovich.

 

Die Burgenländische Landwirtschaftskammer ist ein starker Partner für alle Bauern und den ländlichen Raum

Die Service-Offensive der LK unterstrich, dass trotz Corona-Pandemie die Burgenländische Landwirtschaftskammer die Beratung für die Landwirte aufrechterhalten konnte. „Diese wurde in den Lockdowns telefonisch und per E-Mail durchgeführt. Antragsformulare und Kurse konnten online ausgefüllt und abgehalten werden. Somit konnten wir die Beratung und Förderung wie gewohnt verlässlich und unbürokratisch am Laufen halten.“, so Präsident Berlakovich.

Vor kurzem fand die Vollversammlung der Burgenländischen Landwirtschaftskammer statt. Kernthema war die angekündigte Kürzung der Landesmittel von 21 Prozent, obwohl der Vertrag mit dem Land eingehalten und vereinbarte Ziele sogar übertroffen wurden. So gab es 2018 einen Zuwachs von Biobetrieben um 11 Prozent, 2019 waren es 9,2 Prozent mehr Biobetriebe. „Wir wollen gemeinsam weiterhin mit unseren Bauern die Gesellschaft mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln versorgen. Diese Kürzung gefährdet die Beratungsarbeit der Landwirtschaftskammer und bis zu 20 Arbeitsplätze. Wir wollen die Serviceleistung für unsere Bauern aufrechterhalten und eine ökologisch nachhaltige Land- und Forstwirtschaft weiterverfolgen und hoffen noch auf faire Verhandlungen mit der Landesregierung“, betont Berlakovich.

 

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