Dr. Leonhard Schneemann als neuer Landesrat angelobt

Eisenstadt, 13. 8. 2020

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Der bisherige Vorstandsdirektor der Kurbad Tatzmannsdorf AG übernimmt die Agenden Soziales und Wirtschaft

Im Rahmen der achten Sitzung des Burgenländischen Landtags erfolgte heute die Wahl und Angelobung von Dr. Leonhard Schneemann als Landesrat. Bei der Wahl erhielt Schneemann 30 der 35 abgegebenen Abgeordneten-Stimmen. Er wurde mit den Worten „Ich gelobe“ von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil auf die Verfassung des Burgenlandes angelobt und erhielt von Landtagspräsidentin Verena Dunst die Bestellungsurkunde überreicht. Schneemann tritt damit die Nachfolge von Christian Illedits an, der am 1. August nach knapp eineinhalb Jahren als Landesrat zurückgetreten ist. Zu den Agenden Schneemanns zählen Soziales und Wirtschaft, zudem übernimmt er von Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf die Agenden Jagd und Fischerei. Die Bereiche Sport und Ausschuss der Regionen (AdR) fallen künftig in die Zuständigkeit von Landesrat Heinrich Dorner.

Bei der Angelobung zeigte sich LH Doskozil davon überzeugt, dass Leonhard Schneemann „der Richtige ist und seine Aufgabe als Wirtschafts- und Soziallandesrat ausgezeichnet meistern wird. Er bringt alle Eigenschaften mit, die für diese verantwortungsvolle Funktion nötig sind. Er hat hohe fachliche Kompetenz, ist ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte und hat als langjähriger Bürgermeister auch die politische Erfahrung“.

Schneemann bedankte sich nach seiner Wahl für „das überwältigende Wahlergebnis und die breite Zustimmung der Landtagsabgeordneten“ und betonte weiters: „Es ist mir eine besondere Ehre, als Mitglied der Burgenländischen Landesregierung für das Land und die Burgenländerinnen und Burgenländer arbeiten zu dürfen. Ich nehme diese Herausforderung mit Demut, Optimismus und Zuversicht an. Es ist mir auch ein großes Anliegen, den Maßnahmenplan, der im Zukunftsplan Burgenland aufgelistet ist, in die Tat umzusetzen“.

Dr. Leonhard Schneemann wurde 1968 in Oberwart geboren und begann nach der Matura an der HAK Oberwart das Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Uni Wien. 1993 schloss er das Diplomstudium und 1998 das Doktoratsstudium ab. Von 2007 bis 2013 war er Leiter des Institutes für Personal- und Schulentwicklung an berufsbildenden Schulen, von 2008-2013 Aufsichtsrat der Kurbad AG. Von 2010 bis 2013 hatte er die Funktion des Obmannes des Burgenländischen Müllverbandes inne. Seit 2015 führt Leonhard Schneemann als Vorstand die Kurbad Tatzmannsdorf AG, 2019 wurde er Geschäftsführer des Burghotels Schlaining.

Im Rahmen seiner politischen Tätigkeit war er zunächst von 1997 bis 2002 als Gemeindevorstand der Gemeinde Unterkohlstätten unter anderem für die Budgeterstellung verantwortlich und arbeitete bei der Umsetzung des ersten Dorferneuerungsprojektes im Burgenland mit. Von 2006 bis 2016 übte er das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Unterkohlstätten aus.

Schneemann ist verheiratet und hat einen Sohn, er ist in Unterkohlstätten wohnhaft.


ÖVP Sagartz zu Schneemann: „Erwarte mir, dass er von Anfang an der Aufklärung des Mattersburger Bank-Skandals mitarbeitet!“

 „Wir gehen nicht einfach zur Tagesordnung über. Es gibt sehr viele Geschädigte – von Privatpersonen und Gemeinden über Vereine bis hin zu Unternehmern. Diese Betroffenen haben das Recht zu erfahren, was mit ihren Geldern passiert ist und wer profitiert hat. SPÖ-Landeshauptmann Doskozil ist nach wie vor gefordert, für volle Aufklärung zu sorgen. Vom heute angelobten Landesrat Schneemann erwarte ich mir, dass er von Anfang an der Aufklärung des Mattersburger Bank-Skandals mitarbeitet“, so der gf. Landesparteiobmann Christian Sagartz.

 Sagartz betont in diesem Zusammenhang, warum die Neubesetzung des Wirtschafts- und Soziallandesrats notwendig wurde: „Jeder wusste seit Auffliegen des Mattersburger Bank-Skandals, dass die SPÖ und Christian Illedits eng mit Martin Pucher und der Commerzialbank verbandelt waren. Nachdem bekannt wurde, dass Illedits einen Goldbarren von Martin Pucher und der Fußballakademie als Geschenk bekommen hat, musste er zurücktreten. Für mich stellt sich die Frage, wer noch vom System Martin Pucher profitiert hat und „Geburtstagsgeschenke“ bekommen hat?“, so Sagartz abschließend.

 

 

 

 

 

 

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