SPÖ erteilt Großgrundbesitzer Lizenz zur Gatterjagd

Eisenstadt, 8. 10. 2020

Grüne180-Grad-Wende im Jagdgesetz: SPÖ erlaubt Großgrundbesitzern Gatterjagd
Das Aus für die unethische Gatterjagd feierte 2017 die damalige SPÖ-Landesrätin Verena Dunst als Meilenstein gegen die unethische Art der Jagd. Jetzt, drei Jahre später, macht die selbe SPÖ, nun alleinregierend, eine Kehrtwende und streicht das Verbot der Gatterjagd wieder aus dem Jagdgesetz. „Damit verabschiedet sich die SPÖ von allen Tierschutzmaßnahmen, die wir als GRÜNE gemeinsam mit den Sozialdemokraten viele Jahre mühsam ausverhandelt haben. Ich bin geschockt und persönlich sehr enttäuscht“, fasst der GRÜNE Landtagsabgeordnete Wolfang Spitzmüller nach dem Präsentation im Jagdausschuss zusammen.

Hintergrund-Deal mit Großgrundbesitzern?
Die Novelle zum Jagdgesetz wurde zum Großteil von den gleichen Abgeordneten verfasst, die 2017 noch gegen die Gatterjagd argumentiert hatten. Weshalb die SPÖ nun zum politischen Arm weniger reicher Großgrundbesitzer mutiert, bleibt im Dunkeln. „Es muss wohl einen unsauberen Hintergrunddeal mit den Großgrundbesitzern oder dem alten Adel geben, denn anders kann ich mir dieses tierfeindliche Verhalten der SPÖ nicht erklären“, schüttelt Tierschützer Spitzmüller den Kopf.

Winterfütterung wird ebenfalls wieder erlaubt
Gleichzeitig mit der Gatterjagd wird auch die Winterfütterung wieder erlaubt. „Wir wissen längst, dass die künstliche Fütterung der Wildtiere im Winter zu erhöhtem Wildverbiss führt. Dafür gibt es zahlreiche Belege von den Bundesforsten wie auch von Landesverwaltungsgerichten. Auch dieses Verbot haben wir GRÜNE 2017 ins Jadggesetz verhandelt und auch dieses streicht die Alleinregierung keine drei Jahre später“, ärgert sich Spitzmüller.

Uralte Retro-Politik statt modernem Tierschutz
Nach dem Naturschutz kommen nun auch die Tiere ins Visier der Alleinregierung und werden einem noch unbekanntem Ziel geopfert. „Die SPÖ-Alleinregierung gibt sich zwar in ihren Pressekonferenzen gerne modern, doch dahinter steckt uralte Retro-Politik. Die Glaubwürdigkeit beim Tierschutz ist jedenfalls dahin“, resümiert der GRÜNE Landtagsabgeordnete._

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