ÖVP Frauen zum Equal Pay Day: Männliche Führungsdomäne in aus gegliederten Landesbetrieben

Eisenstadt, 21. 10. 2020

Frauen sind genauso gut oder besser qualifiziert als Männer und haben den höheren Anteil an Studienabschlüssen, dennoch sind ihre beruflichen Perspektiven immer noch schlechter und sie verdienen nach wie vor weniger. „Der Equal Pay Day zeigt es deutlich: An diesem Tag haben Männer das durchschnittliche Jahreseinkommen von Frauen erreicht. Das bedeutet, dass Frauen heuer 70 Tage mehr arbeiten müssen, um das gleiche Jahreseinkommen zu erreichen“, so Landesleiterin der ÖVP Frauen Gabi Hafner und Landesgeschäftsführerin Julia Wagentristl.

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Gabi Hafner und Julia Wagentristl

Ein Teil der Lohnschere ist damit zu erklären, dass Frauen öfter in niedrig entlohnten Branchen und Berufen arbeiten wie beispielsweise im Dienstleistungssektor. Außerdem spielen längere, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen wie Karenz und der anschließende Wiedereinstieg in Teilzeit eine Rolle. Hier braucht es ein Bündel an Maßnahmen, wie die Anpassung der Kinderbetreuungszeiten an berufstätige Eltern, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken und Frauen den Wiedereinstieg ins Vollzeit-Berufsleben zu erleichtern“, sagt Gabi Hafner, die ergänzt: „Die Bundesregierung hat im Regierungsprogramm mehrere Maßnahmen vorgesehen wie die bessere Zugänglichkeit zu Einkommensberichten und ein Equal-Pay-Siegel für Unternehmen. Von der geplanten Pensionserhöhung ab Jänner 2021 profitieren vor allem Frauen.“

Keine Chancengleichheit in ausgegliederten Landesbetrieben

Dennoch gibt es auch einen Teil der Lohnschere ohne erklärbare Ursache, wonach Männer in vergleichbaren Jobs einfach besser bezahlt werden bzw. ist der Anteil von männlichen Arbeitskräften in gut bezahlten Führungspositionen viel höher. Sieht man zum Beispiel die Führungspositionen in ausgegliederten Landesgesellschaften im Burgenland an, so präsentiert sich hier eine Männerdomäne. „Von der Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ist man weit entfernt“, resümiert Julia Wagentristl und fordert: „Es muss alles daran, gesetzt werden, die Lebenswirklichkeit von Frauen nachhaltig zu verbessern. Schließlich sollte es selbstverständlich sein, dass Frauen auch überall dort, wo es um Macht, Geld und Einfluss geht, teilhaben. Bei den letzten Postenschachern hat das Land wieder lauter Männer in wichtige Führungspositionen gehievt.“

 

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