GRÜNE stellen Anträge zum Klimacheck und für Strategie gegen Bodenverbrauch

Eisenstadt, 10. 11. 2020

Die GRÜNEN setzen am Donnerstag bei der Landtagssitzung voll auf den Klimaschutz, den die Landesregierung zwar gerne regelmäßig anführt, der aber bei der Umsetzung kaum Priorität hat.

GRÜNE fordern Gegencheck des Pariser Klimaabkommens
Die burgenländische Klimastrategie soll sich einer Prüfung unterziehen und so auf ihre Tauglichkeit getestet werden. „Ein externes geeignetes Institut soll den Landesfahrplan zum Klimaschutz überprüfen. Wir wollen, dass geklärt wird, ob die Klimastrategie auch die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens erfüllt. Das ist insofern wichtig, weil es gezielte und langfristige Maßnahmen braucht, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen“, erklärt die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik den Hintergrund des Antrages. „Wenn es die Landesregierung ernst meint und ihr Klimaschutz ein echtes Anliegen ist, dann wird sie unseren Antrag nicht bis zur Unkenntlichkeit abändern und verwässern“, hofft Petrik.
grüne

Land braucht Strategie gegen Bodenverbrauch
Der hohen und massiven Bodenversiegelung muss endlich mit einer wissenschaftlich ausgearbeiteten Strategie begegnet werden. Dass es so einer Strategie bedarf, zeigt eindrucksvoll die Novelle zur Raumplanung. Darin wird Zubetonieren ausdrücklich und auf leerstehende Häuser wurde komplett vergessen. „Wir brauchen dringend eine Strategie um hier gegenzusteuern. Wir vernichten sonst die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen, wenn das Land weiter Einkaufszentren, Zersiedelung und ungehemmt Straßen bauen lässt“, kritisiert Naturschutzsprecher Wolfgang Spitzmüller.

Die GRÜNEN werden daher in einem Antrag die Landesregierung auffordern, so eine Strategie zu entwickeln, die den hohen Bodenverbrauch auf ein Maß reduziert, so dass Wohnbau und Wirtschaftsentwicklung weiterhin möglich ist, Umwelt und Natur aber wesentlich höhere Priorität eingeräumt wird als bisher.

 

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