SPÖ-Alleinregierung kürzt in Krisenzeiten Frauenbudget

Eisenstadt, 11. 12. 2020

Das Stopfen der Doskozil-Budgetlöcher gefährdet wichtige Maßnahmen für Frauen

övp
LAbg. Julia Wagentristl, ÖVP

Das ohnehin geringe Landesbudget für Frauenangelegenheiten wird im Landesvoranschlag 2021 um mehr als 115.000 Euro auf nur mehr 385.000 Euro gekürzt. „Dass diese Kürzung gerade in einer Krisenzeit passiert, wo Frauen besonders gefährdet sind, Opfer von Gewalt in den eigenen vier Wänden zu werden, ist verantwortungslos“, ist VP-Frauensprecherin und VP Frauen Geschäftsführerin Julia Wagentristl entsetzt und resümiert: „Die Wahlzuckerl des Landeshauptmanns kosten Geld und müssen finanziert werden, das geschieht nun auf dem Rücken der Frauen. Der Bund stellt 14 Millionen Euro zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen zur Verfügung, im Land geschieht rein gar nichts.“ Hier braucht es mehr Geld für Hilfezentren und Beratungsstellen, wo das Selbstbewusstsein der Betroffenen gestärkt wird. Auch in der Schule muss unbedingt angesetzt werden, um so nachhaltige Gewaltprävention zu schaffen und die Gewaltspirale sofort zu unterbrechen.

Frauenhaus wird verstaatlicht

Bei der Verstaatlichung des Frauenhauses zeigt sich ebenfalls der Kontrollwahn von Landeshauptmann Doskozil. „Offiziell wird dies mit finanzieller Absicherung begründet“, informiert Wagentristl und klärt den Landeshauptmann auf: „Als privater Verein konnten die Mitarbeiter flexibel und unabhängig mit der nötigen Sensibilität auf die einzelnen Fälle eingehen. Hier schafft sich Doskozil nun wiederum mehr Einflussnahme und Personalhoheit.“

Land muss mehr für Frauengesundheit tun

Die nach wie vor mit geringen 60.000 Euro budgetierten Mittel für Maßnahmen für Frauengesundheit sind eine reine Alibi-Aktion. „Frauen sind anders krank. Da das System auf den männlichen Prototypen aufbaut, erfolgt bei Frauen in manchen Fällen keine oder eine falsche Diagnose. Hier braucht es mehr Aufklärungs- und Präventionsarbeit“, fordert Wagentristl und führt weiter aus: „Wir, die Frauen in der ÖVP, werden uns weiterhin für ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis in der Medizin stark machen. Es braucht im Burgenland eine bessere Frauenpolitik.“

 

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