Montecuccoli – Kaserne ab 2023 sicherer Hafen für südburgenländische Bevölkerung

Güssing, 18. 12. 2020

Neben der Landesverteidigung steht das österreichische Bundesheer zur Unterstützung und Bewältigung verschiedener zusätzlicher Herausforderungen bereit, wie beispielsweise bei Unwetterkatastrophen, Grenzeinsätzen, aber auch bei der Bewältigung von Folgen der Corona-Pandemie. Dennoch muss gerade diese wichtige Institution mit harten finanziellen Einschränkungen kämpfen. Mitte des Jahres sorgte Landesverteidigungsministerin Tanner mit Ankündigungen über weitere Umbaupläne beim Bundesheer für neuerliche Verunsicherung bei der Bevölkerung und auch innerhalb des Bundesheeres. SPÖ-Nationalratsabgeordneter Mag. Christian Drobits hat dementsprechend eine parlamentarische Anfrage zur Kaserne Güssing, der größten und modernsten Kaserne des Burgenlandes, an die Bundesministerin gerichtet; diese lässt Fragen offen und verweist häufig auf die Arbeitsgruppe „Unser Heer“. „Die Kaserne in Güssing ist ein wichtiger wirtschafts- und sicherheitspolitischer Faktor in der Region, hier darf nicht gespart werden“, so Dunst. „Die finanzielle Situation des Bundesheers ist trist; seine Dotierung steht in keiner Relation zu der Wertschätzung, die den Soldatinnen und Soldaten entgegengebracht wird, wenn sie wie jetzt in der Pandemie Pakete schupfen, bei Massentestungen unterstützen oder sogar in Altersheimen aushelfen müssen. Wo ist der Plan, um den drohenden finanziellen Kollaps zu vermeiden?“. so Drobits.

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LTPin Verena Dunst und NRAbg. Mag. Christian Drobits

In der Beantwortung der Anfrage verweist Bundesministerin Tanner bezüglich der Personalreduktionen auf die laufenden Arbeiten der Arbeitsgruppe „Unser Heer“ und weicht einer konkreten Antwort damit aus. „Ein Personalabbau bei der Kaserne in Güssing würde bedeuteten, dass der ländliche Raum im Südburgenland zusätzlich geschwächt wird. Als einer der größten Arbeitgeber ist die Kaserne als Wirtschaftsfaktor nicht unwesentlich“, so die Bezirksvorsitzende Dunst. „Die Antwort, dass alle Garnisonen in Österreich erhalten bleiben ist schön und gut, schade wenn diese dann kaputtgespart werden. Die Corona-Pandemie zeigt uns, dass ein handlungsfähiges Bundesheer wichtiger ist denn je“, so Dunst weiter.

Positiv zeigt sich der Nationalratsabgeordnete Mag. Christian Drobits über das Zugeständnis an seine Forderung einer „Sicherheitsinsel“ für die Bevölkerung für einen möglichen Blackout. „Ein längerfristiger Stromausfall führt in der computergesteuerten und digitalisierten Welt zu einer massiven Herausforderung. Von Licht-, Heizungs-, Stromausfall sowie der Wasserversorgung abgesehen ist unter anderem auch die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln bedroht, die ebenfalls von der Elektrizität (Logistik, Kühlung, Kassen- bzw. Bankomatsysteme etc.) abhängt. Dass nun endlich Vorbereitungen getroffen werden, damit die Montecuccolli-Kaserne in Güssing  als modernste und größte Kaserne Österreichs für derartige Notfallsituationen im Falle eines Blackouts als Sicherheitsinsel für die regionale Bevölkerung fungieren wird, ist positiv. Nun müsen aber rasch entsprechende Vorbereitungen getroffen werden – denn ein möglicher Blackout wartet nicht, ob wir nun endlich darauf vorbereitet sind“, schildert SPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Drobits das Szenario.

Die parlamentarische Anfrage sowie die Beantwortung können unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_03825/index.shtml

 

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