Eisenstadt, 5. 10. 2026
ÖVP fordert volle Transparenz und bereitet umfassende Anfragen-Serie vor. Herbstschwerpunkt „Zeit für ehrliche Landesfinanzen“ startet.

Die Schulden der Landesholding sind innerhalb eines Jahres von rund 2,44 auf 2,80 Milliarden Euro gestiegen. Das sind 360 Millionen Euro zusätzliche Schulden – umgerechnet fast eine Million Euro pro Tag – und rechnerisch rund 2.700 Euro pro burgenländischen Haushalt. Für ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits steht fest: „Doskozil spricht von Schuldenabbau, während in der Landesholding der Schuldenberg weiterwächst. Wer den Menschen stabile Finanzen verspricht, muss auch diese Entwicklung erklären. Fast eine Million Euro zusätzliche Schulden pro Tag sind alles andere als stabile Finanzen. Schulden verschwinden nicht, nur weil sie in einer anderen Bilanz stehen. Die Burgenländer haben ein Recht auf die ganze Wahrheit über die Finanzen ihres Landes.“
Die Volkspartei bereitet deshalb eine umfassende Anfrageserie zur finanziellen Entwicklung der Landesholding vor. „Wir wollen wissen, wo diese Schulden entstanden sind, wofür das Geld ausgegeben wurde und wer Zinsen und Rückzahlungen stemmen muss. Vor allem muss klar sein, wo am Ende das Land einspringen muss. Herr Landeshauptmann, legen Sie die ganze Rechnung auf den Tisch“, fordert ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl. Auch mögliche weitere Unternehmenskäufe müssen offengelegt werden. Nach dem bereits erfolgten Gasthauskauf in Oberwart steht auch der Kauf des Hotels Telegraph im Raum. „Was steht noch auf Doskozils Einkaufsliste? Wer weitere Betriebe kaufen will, muss erklären, was das kostet, wie es finanziert wird und welchen Nutzen die Burgenländer davon haben“, so Strobl.
Unter dem Motto „Zeit für ehrliche Landesfinanzen. Statt rot-grüner Schulden.“ macht die Volkspartei die Finanzpolitik zum Schwerpunkt ihrer Herbstarbeit. Neben der parlamentarischen Aufarbeitung sind regionale Pressegespräche in allen sieben Bezirken sowie weitere Schwerpunkte zu den Rechnungshofberichten und zum Landesbudget geplant. „Es geht darum, wie viel Geld künftig für unsere Gemeinden, für Gesundheit, Pflege und Bildung bleibt. Doskozil muss offenlegen, welche Verpflichtungen er dem Land und der nächsten Generation hinterlässt. Wir werden Antworten einfordern und nicht lockerlassen. Die Burgenländer verdienen ehrliche Zahlen und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Geld“, betont Zarits abschließend.

