Volkshilfe Burgenland setzt starkes Zeichen zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut

Eisenstadt, 16. 10. 2026

Rekordergebnis bei landesweiter Lebensmittelspendenaktion: 35 volle Einkaufswägen und zahlreiche Geldspenden gesammelt

Eisenstadt, 16. Oktober 2026 – Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober setzte die Volkshilfe Burgenland bereits heute mit einer landesweiten Lebensmittelspendenaktion ein starkes Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. An sieben Standorten in allen Bezirken des Burgenlandes sammelten Mitarbeiter: innen, Ehrenamtliche sowie Mitglieder des Präsidiums und des Vorstandes Lebensmittel und Geldspenden für armutsbetroffene Menschen. Die Hilfsbereitschaft der Burgenländerinnen und Burgenländer war überwältigend: Insgesamt konnten 35 volle Einkaufswägen mit Lebensmitteln gesammelt werden – so viele wie noch nie zuvor.

Katharina Rauscher, Bürgermeister Ernst Edelmann, Vizepräsident der Volkshilfe Burgenland und Thomas König, Präsident der Volkshilfe Burgenland

Rekordergebnis: 35 volle Einkaufswägen für Menschen in Not

Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung übertraf alle Erwartungen. Von 8:00 bis 12:00 Uhr wurden vor sieben Supermärkten im gesamten Burgenland haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Mehl, Konserven sowie Hygieneartikel gesammelt. Am Ende der Aktion konnte die Volkshilfe Burgenland eine beeindruckende Bilanz ziehen: 35 volle Einkaufswägen mit Sachspenden sowie zahlreiche Geldspenden kamen zusammen.

Damit wurde ein neuer Rekord bei den landesweiten Sammelaktionen der Volkshilfe Burgenland erzielt. Die gesammelten Spenden kommen armutsbetroffenen Menschen und Familien im Burgenland zugute.

„Wir sind überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft der Burgenländerinnen und Burgenländer. 35 volle Einkaufswägen – so viele Lebensmittelspenden konnten wir bei einer solchen Aktion noch nie zuvor sammeln. Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, wie groß der Zusammenhalt und die Solidarität in unserem Land sind. Ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die heute gespendet und damit einen wertvollen Beitrag für armutsbetroffene Familien geleistet haben“, freut sich Thomas König, Präsident der Volkshilfe Burgenland.

Landesweite Aktionen und zahlreiche wertvolle Gespräche

Die Volkshilfe Burgenland war mit ihren Sammelaktionen in allen sieben Bezirken vertreten. Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen engagierten Mitarbeiter: innen, Ehrenamtlichen sowie Mitgliedern des Präsidiums und des Vorstandes.

Die Sammelaktionen fanden an folgenden Standorten statt:

  • Bezirk Jennersdorf: BILLA, Heiligenkreuz im Lafnitztal

  • Bezirk Güssing: SPAR Güssing

  • Bezirk Oberwart: BILLA Plus Oberwart

  • Bezirk Oberpullendorf: BILLA Plus Steinberg-Dörfl

  • Bezirk Mattersburg: BILLA Plus Mattersburg

  • Bezirk Eisenstadt: INTERSPAR Eisenstadt

  • Bezirk Neusiedl am See: BILLA Plus Neusiedl am See

Neben den zahlreichen Lebensmittel- und Geldspenden standen vor allem auch die persönlichen Gespräche mit der Bevölkerung im Mittelpunkt. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Volkshilfe Burgenland zu informieren und sich über das Thema Armut auszutauschen.

„Besonders gefreut haben uns auch die vielen positiven Gespräche, die wir heute führen durften. Es ist wichtig, über Armut zu sprechen, auf die Lebenssituationen betroffener Menschen aufmerksam zu machen und gemeinsam Bewusstsein für diese gesellschaftliche Herausforderung zu schaffen. Jede Spende und jedes persönliche Gespräch sind ein Zeichen dafür, dass wir als Gesellschaft füreinander da sind“, betont Präsident Thomas König.

Armut bleibt eine große gesellschaftliche Herausforderung

Der Internationale Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober macht jährlich auf die Lebensrealität armutsbetroffener Menschen aufmerksam. Die Vereinten Nationen haben diesen Gedenktag 1992 ins Leben gerufen, um weltweit das Bewusstsein für Armut und soziale Ausgrenzung zu stärken.

Wie wichtig dieses Thema auch in Österreich ist, zeigen die aktuellen Zahlen der Statistik Austria. Laut EU-SILC 2025 waren rund 1.686.000 Menschen in Österreich armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Das sind rund 157.000 Menschen mehr als im Jahr davor. Auch im Burgenland waren rund 33.000 Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Besonders besorgniserregend ist die Situation von Kindern und Jugendlichen: Österreichweit waren 395.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – das entspricht nahezu jedem vierten Kind.

Armut bedeutet dabei weit mehr als finanzielle Einschränkungen. Sie wirkt sich auf die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern, die Gesundheit und die gesellschaftliche Teilhabe aus.

Als armutsgefährdet gelten Menschen, deren verfügbares Haushaltseinkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Laut EU-SILC 2025 liegt die monatliche Armutsgefährdungsschwelle für einen Einpersonenhaushalt bei 1.827 Euro netto. Für jede weitere erwachsene Person erhöht sich dieser Betrag um 914 Euro, für jedes Kind unter 14 Jahren um rund 548 Euro.

Armut hat viele Gesichter – Hilfe und Zusammenhalt sind entscheidend

Die tägliche Arbeit der Volkshilfe Burgenland zeigt, dass Armut Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen treffen kann. Neben Kindern und Familien sind auch Alleinerziehende, Menschen mit niedrigem Einkommen, Arbeitslose sowie Pensionist: innen betroffen, die mit ihren finanziellen Mitteln kaum über die Runden kommen.

„Armut kann jede und jeden treffen. Deshalb ist es wichtig, nicht wegzuschauen, sondern gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Im Burgenland werden bereits zahlreiche wichtige Maßnahmen zur sozialen Absicherung gesetzt. Dennoch zeigen die österreichweiten Zahlen, dass Armut nach wie vor eine große Herausforderung ist. Umso wichtiger sind Solidarität, gesellschaftlicher Zusammenhalt und konkrete Unterstützung für jene Menschen, die Hilfe benötigen“, erklärt Präsident Thomas König.

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer

Die Volkshilfe Burgenland bedankt sich bei allen Burgenländerinnen und Burgenländern, die mit ihren Lebensmittel- und Geldspenden zum großen Erfolg der Aktion beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt auch den beteiligten Supermärkten sowie allen Mitarbeiter: innen, Ehrenamtlichen und Mitgliedern des Präsidiums und des Vorstandes, die sich bei der Durchführung der landesweiten Sammelaktion engagiert haben.

„Das heutige Rekordergebnis macht uns stolz und zeigt, was wir gemeinsam erreichen können. Jede einzelne Spende hilft uns dabei, armutsbetroffene Menschen im Burgenland zu unterstützen. Herzlichen Dank an alle, die diese großartige Aktion möglich gemacht haben“, so Präsident Thomas König abschließend.

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