Burgenland, 1. 1. 2026
VCÖ zu Unfallbilanz: Im Burgenland ist im Vorjahr die Zahl der Verkehrstoten gestiegen VCÖ: Durch weitere Maßnahmen die Zahl schwerer Unfälle reduzierenVCÖ (Wien, 1. Jänner 2026) - Im Vorjahr kamen im Burgenland 19 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, um vier mehr als im Jahr 2024, berichtet die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die größte Opfergruppe waren Pkw-Insassen. Im Bundesländer-Vergleich weist das Burgenland nach Vorarlberg und Wien die drittniedrigste Anzahl an Verkehrstoten auf. Statt weiter zu sinken, ist die Zahl der Verkehrstoten im Burgenland im Vorjahr leider gestiegen. 19 Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben, um vier Personen mehr als Jahr 2024, informiert der VCÖ. Die bisher niedrigste Anzahl an Verkehrstoten gab es im Burgenland im Jahr 2021 mit acht. Niedriger als im Vorjahr war die Zahl der Verkehrstoten unter anderem auch im Jahr 2018 mit 13 und im Jahr 2013 mit 17. "Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Verkehrsunfälle reißen Menschen aus ihrem Leben, verursachen bei Angehörigen unermessliches Leid. Umso wichtiger ist es, mehr unfallvermeidende Maßnahmen umzusetzen", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Die größten Opfergruppen waren im Vorjahr Pkw-Insassen. Zwölf der 19 Verkehrstoten verunglückten mit dem Pkw tödlich. Zudem kamen unter anderem drei Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben. Alle drei Todesopfer waren älter als 70 Jahre. "In den kommenden Jahren wird die Anzahl älterer Menschen stark steigen. Es ist wichtig, dass unser Verkehrssystem mehr Rücksicht auf ältere Menschen nimmt und eine seniorengerechte Verkehrsplanung umgesetzt wird", betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Das heißt konkret im Ortsgebiet mehr Verkehrsberuhigung, mehr Tempo 30 statt 50 sowie übersichtliche Straßenübergänge. Wichtig ist zudem der weitere Ausbau der Rad-Infrastruktur. Für sicheres Radfahren insgesamt und besonders für ältere Menschen und für Familien mit Kindern sind baulich getrennte Radwege sehr wichtig. "Der Bund muss die Bundesländer sowie Städte und Gemeinden stärker finanziell unterstützen, um nötige Verbesserungen bei der Rad-Infrastruktur rasch umsetzen zu können", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren sind mehr Maßnahmen gegen Ablenkung und Unachtsamkeit sowie gegen zu hohes Tempo nötig. Die Bundesregierung ist gefordert, Handy am Steuer endlich als Delikt ins Vormerksystem aufzunehmen, wie das in der Mehrzahl der EU-Staaten bereits der Fall ist, betont der VCÖ. Insbesondere auf Freilandstraßen ist die Zahl schwerer Verkehrsunfälle hoch. Auf Freilandstraßen sollte Tempo 80 die Regel und Tempo 100 die zu begründende Ausnahme sein. Wichtig für die Verkehrssicherheit sind auch mehr Tempokontrollen auf Freilandstraßen, macht der VCÖ auf einen weiteren zentralen Bereich aufmerksam. Im Bundesländer-Vergleich kamen im Vorjahr in Niederösterreich mit 108 die meisten Menschen im Straßenverkehr ums Leben, informiert der VCÖ. Das Burgenland hatte nach Vorarlberg (14 Verkehrstote) und Wien (15 Verkehrstote) die drittniedrigste Anzahl an Verkehrstoten. Österreichweit stieg die Zahl der Verkehrstoten um 46 auf 397. Rückfragen: VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer, 0699 18932695 VCÖ: Im Burgenland stieg im Vorjahr die Zahl der Verkehrstoten (Anzahl Verkehrstote im Burgenland) Jahr 2025: 19 Verkehrstote (vorläufige Daten) Jahr 2024: 15 Verkehrstote (endgültige Daten) Jahr 2023: 21 Verkehrstote Jahr 2022: 19 Verkehrstote Jahr 2021: 8 Verkehrstote Jahr 2020: 18 Verkehrstote Jahr 2019: 32 Verkehrstote Jahr 2018: 13 Verkehrstote Jahr 2017: 25 Verkehrstote Jahr 2016: 19 Verkehrstote Jahr 2015: 24 Verkehrstote Jahr 2014: 22 Verkehrstote Jahr 2013: 17 Verkehrstote Jahr 2012: 30 Verkehrstote Jahr 2011: 21 Verkehrstote Jahr 2010: 20 Verkehrstote Quelle: BMI, Statistik Austria, VCÖ 2026 Der "VCÖ - Mobilität mit Zukunft" ist eine auf Mobilität und Transport spezialisierte, gemeinwohlorientierte Organisation. Ziel des VCÖ ist es, die Mobilität durch ein ökologisch verträgliches, ökonomisch effizientes und sozial gerechtes Verkehrssystem nachhaltig zu verbessern. Die Sichtweise des VCÖ ist global orientiert, themenübergreifend und berücksichtigt die Interessen zukünftiger Generationen.


