Eisenstadt, 17. 10. 2026
ARBÖ Burgenland: Landeskonferenz 2026 unter dem Motto „Gemeinsam. Sicher unterwegs.“
Präsident Dr. Peter Rezar mit 100 Prozent bestätigt – ARBÖ fordert wirksame Entlastungsmaßnahmen für Autofahrer und Übergewinnsteuer für Ölkonzerne

105 Delegierte und mehr als 50 Gäste waren bei der Landeskonferenz des ARBÖ Burgenland, die unter dem Motto „Gemeinsam. Sicher unterwegs.“ stattfand, in Neutal am 16. Oktober 2026. Präsident Dr. Peter Rezar, die Vizepräsidenten Dr. Robert Tauber und Wolfgang Sodl wie auch das gesamte ARBÖ-Landespräsidium wurden mit 100 Prozent gewählt. Als Landesdirektor wurde Martin Heissenberger bestätigt.
„Im Burgenland ist das eigene Auto besonders wichtig: Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kommen 702 Pkw – österreichweit sind es 573. Diese Zahlen belegen, dass der eigene Wagen speziell in ländlichen Regionen wie dem Burgenland unverzichtbar ist“, sagte ARBÖ-Präsident Rezar. Der ARBÖ bekennt sich zu den Klimazielen und unterstützt die Projekte und Initiativen des Landes Burgenland wie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit den Verkehrsbetrieben Burgenland, „Burgenland radelt“ oder den Masterplan „Burgenland zu Fuß“, welche von Verkehrslandesrat Heinrich Dorner und der Mobilitätszentrale Burgenland umgesetzt werden. Präsident Rezar sagte dazu: „Entscheidend ist in Zukunft ein intelligenter Mobilitätsmix: Der Öffentliche Verkehr, Radfahren und zu Fuß gehen sowie das Auto, das für die Burgenländer eine große Bedeutung hat, müssen einander ergänzen.“
Interessenpolitisch setzte sich der ARBÖ in den vergangenen Jahren gegen steigende Belastungen für Autofahrer ein. Angesichts der aktuell sehr hohen Treibstoffpreise forderte Präsident Rezar bei der Landeskonferenz erneut wirksame Entlastungsmaßnahmen für die Autofahrer in Österreich, die mit Mitteln aus einer nationalen Übergewinnsteuer für Ölkonzerne gegenfinanziert werden sollen. „Konkret will der ARBÖ eine temporäre Erhöhung des Pendlerpauschales um 50 Prozent und des Pendlereuros auf acht Euro. Diese Maßnahme könnte 110.000 burgenländische Pendler entlasten. Um die Preise für Benzin und Diesel für alle Autofahrer zu reduzieren, muss es eine zeitlich begrenzte Reduktion der Mineralölsteuer und ein Aussetzen der CO₂-Steuer geben“, führte Rezar aus.
Zugleich sprach sich Rezar für den Ausbau der Elektromobilität aus, auch um von Ölimporten unabhängiger zu werden. Dafür brauche es eine bessere Ladeinfrastruktur in Österreich, optimierte Ladeleistungen der E-Fahrzeuge und eine höhere Transparenz bei den Ladetarifen. Gefordert seien dabei Politik, Stromanbieter und Fahrzeughersteller wie auch die Mobilitätsklubs.
In einem Rückblick auf die Entwicklung des ARBÖ Burgenland in den vergangenen fünf Jahren erklärte der Präsident: „Der ARBÖ Burgenland hat sich seit der letzten Landeskonferenz 2021 trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv entwickelt. Die Corona-Pandemie und die stark gestiegenen Energie- und Betriebskosten stellten den ARBÖ – wie die Autofahrer im Allgemeinen – im Burgenland vor zahlreiche Herausforderungen. Dennoch konnten die Services für Mitglieder ausgeweitet und neue Infrastrukturprojekte wie auch die permanente Modernisierung unserer sieben Prüfzentren umgesetzt werden. Ebenso wurde das digitale Angebot des ARBÖ erweitert.“
Ein zentrales Vorhaben des ARBÖ in den nächsten Jahren ist der Neubau des Prüfzentrums in Oberwart, kündigte Rezar an: „Ein geeignetes Grundstück wurde bereits gekauft, die Planungen für den Neubau wurden schon in Angriff genommen. Parallel zu diesem Bauvorhaben wollen wir auch in die Ausstattung unserer Standorte in allen weiteren Bezirken investieren. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Weiterbildung unserer Techniker, besonders im Bereich der Elektromobilität, um unseren Mitgliedern souveräne Services und Dienstleistungen bieten zu können“, betonte der ARBÖ-Präsident.
Der ARBÖ ist ein mittelständisches Unternehmen im Burgenland mit 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon sind 37 Personen im technischen Dienst tätig. Seit Mai 2022 führt Martin Heissenberger die Geschäfte der Landesorganisation. Jährlich werden rund 28.000 §-57a-Überprüfungen an Pkw durchgeführt, 10.000 Mal mussten die Techniker zu Panneneinsätzen ausrücken. „Erfreulich ist, dass der ARBÖ im Burgenland ein Mitgliederwachstum aufweist. Das ist ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen die Angebote und Leistungen unseres Mobilitätsklubs nutzen und auch brauchen“, unterstrich Rezar abschließend.
In das Landespräsidium des ARBÖ Burgenland wurden gewählt:
Präsident: Dr. Peter Rezar
Ehrenpräsident: Josef Posch
Vizepräsidenten: Dr. Robert Tauber und Wolfgang Sodl
Weitere Mitglieder: LAbg. Mag. Christian Drobits, DI Johann Godowitsch, Walter Haider, Evelyn Lind, Mag. Markus Pammer, Ewald Schnecker, KR Bgm. Mag. Gerold Stagl, Ing. Thomas Torda (MSc) und Präs. Bgm. Erich Trummer
Landesdirektor Martin Heissenberger wurde vom ARBÖ-Landespräsidium als Geschäftsführer bestätigt.

