Eisenstadt, 20. 10. 2026
ÖVP fordert im Landtag zentrale und öffentlich zugängliche Übersicht über OP-Wartezeiten und medizinische Leistungen – Appell an alle Fraktionen, dem Antrag zuzustimmen
In der Klinik Güssing hat die erste Osteoporose-Ambulanz des Burgenlandes ihren Betrieb aufgenommen. „Jedes zusätzliche Angebot für die Patientinnen und Patienten ist zu begrüßen, und dem Team in Güssing gilt unser Dank. Gerade Frauen sind von Osteoporose besonders betroffen, deshalb ist eine eigene Anlaufstelle wichtig. Aber eine neue Ambulanz allein verkürzt noch keine Wartezeit. Für die Menschen zählt am Ende, wann sie einen Termin bekommen“, betont ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits.
Dass die rot-grüne Landesregierung jede Eröffnung als großen Erfolg verkauft, lässt Zarits nicht gelten: „Das Burgenland hat laut Sozialversicherung die längste MRT-Wartezeit Österreichs. In Eisenstadt warten Patientinnen und Patienten im Schnitt bis zu 27 Monate auf ein neues Knie- oder Hüftgelenk. Das sind die Zahlen, an denen sich die Gesundheitspolitik messen lassen muss.“
Die Volkspartei fordert deshalb konkrete Schritte und will bei der Landtagssitzung am Donnerstag einen entsprechenden Antrag beschließen. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, eine zentrale, transparente und öffentlich zugängliche Datenbank über OP-Wartezeiten und Wartezeiten für wesentliche medizinische Leistungen in burgenländischen Gesundheitseinrichtungen zu schaffen. Oberösterreich hat eine solche Übersicht bereits eingeführt.
„Patientinnen und Patienten haben ein Recht darauf zu wissen, wie lange sie auf eine notwendige Behandlung warten müssen und wo entsprechende Kapazitäten vorhanden sind. Wir appellieren daher an alle Fraktionen im Landtag, unserem Antrag zuzustimmen. Transparenz bei Wartezeiten darf keine Frage der Parteipolitik sein, sondern muss im Interesse der Patientinnen und Patienten liegen“, so Zarits.
„Eröffnungsfotos ersetzen keinen Plan gegen lange Wartezeiten. Wenn am Donnerstag im Landtag über die Gesundheitsversorgung diskutiert wird, erwarten sich die Burgenländerinnen und Burgenländer konkrete Antworten statt Selbstbeweihräucherung. Mit unserem Antrag liegt eine konkrete Maßnahme auf dem Tisch, die sofort auf den Weg gebracht werden kann“, so Zarits abschließend.


