SPÖ: Transparenz statt ÖVP-Märchen – Betreiberin wollte völlig überteuertes Heim an das Land abschieben
Eisenstadt, 1. 6. 2026
LR Leonhard Schneemann stellt die Fakten zum Pflegeheim Rudersdorf klar: Das Land schützt Steuergelder und lässt sich nicht auf Millionen-Deals zu Lasten der Allgemeinheit ein.
Landesrat Dr. Leonhard Schneemann
Als „durchschaubares politisches Ablenkungsmanöver“ bezeichnet Soziallandesrat Leonhard Schneemann die heutigen Behauptungen von ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl zum Pflegeheim Rudersdorf. „Die ÖVP versucht hier krampfhaft, von der eigentlichen Debatte abzulenken: Unser klares Ziel im Burgenland ist die Gemeinnützigkeit in der Pflege, um die Versorgung der Menschen langfristig leistbar abzusichern. Dass die ÖVP stattdessen Schützenhilfe für die Gewinninteressen privater Betreiber leistet, spricht Bände“, bringt es Soziallandesrat Leonhard Schneemann auf den Punkt. Wer von „Fakten statt Gerüchten“ spreche, sollte selbst bei der Wahrheit bleiben: Nicht das Land Burgenland hat sich der Einrichtung aufgedrängt, sondern die private Betreiberin Petra Wagner ist aktiv an das Land herangetreten, um das Haus zum Kauf anzubieten. „Das Land hat nie bestritten, dass es im Jahr 2022 Gespräche und in Folge auch ein Angebot auf Basis eines objektiven Gutachtens gab. Aber die Preisvorstellungen der Betreiberin waren derart überzogen und lagen um ein Vielfaches über dem realen Wert, dass das Land im Sinne der Steuerzahler dankend abwinken musste“, stellt Landesrat Schneemann klar.
„Ein Kauf um jeden Preis – nur um den Profitinteressen einer Einzelnen gerecht zu werden – kommt für uns nicht infrage“, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann und verweist auf die wirtschaftliche Verantwortung des Landes: Das Pflegeheim Rudersdorf wurde bereits in der Vergangenheit massiv über öffentliche Förderungen mitfinanziert. „Wir waren damals nicht bereit – und werden es auch in Zukunft nicht sein –, ein ohnehin öffentlich gefördertes Haus völlig überteuert quasi noch einmal ‚zurückzukaufen‘. Wir zahlen die Errichtungskosten eines Pflegeheimes sicher nicht doppelt und dreifach. Das gebieten die Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit“, so der Landesrat.
ÖVP betreibt Verunsicherung auf dem Rücken der Betroffenen
Den Vorwurf der politischen Inszenierung weist Schneemann scharf zurück und gibt diesen direkt an die ÖVP-Klubspitze weiter. Wer die Sorgen von Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern instrumentalisiere, um von den völlig überzogenen Forderungen einer privaten Betreiberin abzulenken, agiere unverantwortlich. „Die gesamte Diskussion der ÖVP geht völlig in die falsche Richtung. Während hier politisches Kleingeld gewechselt wird, steht im Raum, dass sich die Betreiberin nach heutigem Kenntnisstand möglicherweise durch manipulierte Abrechnungsmodalitäten unrechtmäßig bereichert haben könnte. Das muss lückenlos aufgeklärt werden, anstatt sich schützend vor solche Praktiken zu stellen“, fordert Schneemann die ÖVP auf und ergänzt: „Die ÖVP soll aufhören, die Menschen für billiges politisches Kleingeld zu verunsichern! Das Land Burgenland steht für Verlässlichkeit in der Pflege. Aber Verlässlichkeit bedeutet auch, sorgsam mit dem Geld der burgenländischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und unseren Gemeinden umzugehen und keine millionenschweren Geschenke an private Betreiber zu verteilen.“
ÖVP:
Fakten statt Gerüchte: Kaufangebot entlarvt SPÖ-Darstellung zu Rudersdorf
„Die entscheidende Tatsache wird von der SPÖ seit Wochen bestritten: Das Land Burgenland wollte das Pflegeheim Rudersdorf kaufen. Uns liegt ein schriftliches Kaufangebot der Landesimmobiliengesellschaft aus dem Jahr 2022 vor. Damit ist klar: Das Land hatte sehr wohl Interesse an der Einrichtung“, betont Klubobmann Bernd Strobl.
Für den ÖVP-Klubobmann wirft das zentrale Fragen auf: „Wenn das Land kein Interesse hatte, warum wurde überhaupt ein Kaufangebot erstellt? Und warum wird dieses Interesse jetzt bestritten? Die Burgenländerinnen und Burgenländer haben Anspruch auf ehrliche Antworten.“
Besonders kritisch sieht Strobl die Folgen der aktuellen Vorgangsweise für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter: „Die Menschen brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit. Stattdessen werden sie durch öffentliche Vorwürfe und politische Auseinandersetzungen verunsichert.“
An den zuständigen Soziallandesrat richtet Bernd Strobl klare Worte: „Herr Landesrat Schneemann, hören Sie auf, pflegebedürftige Menschen zum Spielball politischer Interessen zu machen. Ihr Vorgehen sorgt für Angst, Unsicherheit und Verzweiflung bei Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern. Statt öffentliche Vorverurteilungen zu betreiben, sollten Sie erklären, warum Ihr eigenes Ressort das Pflegeheim jahrelang kontrolliert, genehmigt und finanziert hat. Die Menschen erwarten sich Verantwortung, Ehrlichkeit und Lösungen und keine politische Inszenierung auf ihrem Rücken.“