Verdreifachung des Pendlereuros: Erste Entlastung für Pendler, aber noch viel zu tun

Eisenstadt, 13. 1. 2026

Das Pendlerforum Burgenland begrüßt die ab 2026 wirksame Verdreifachung des Pendlereuros ausdrücklich. Der steuerliche Absetzbetrag steigt von bisher 2 Euro auf 6 Euro pro Kilometer einfacher Fahrtstrecke und sorgt damit erstmals seit vielen Jahren für eine spürbare Entlastung der burgenländischen Pendlerinnen und Pendler. Zugleich ist aber klar, dass weitere Maßnahmen notwendig sind, um Pendlerinnen und Pendler nachhaltig zu entlasten.

Der Pendlereuro wirkt als direkter Absetzbetrag von der Lohnsteuer und reduziert diese Euro für Euro. Damit ist er wesentlich wirksamer als ein bloßer Freibetrag. Die neue Berechnungsformel lautet ab 2026: Pendlereuro = Entfernung (km) x 6 Euro pro Jahr

„Dass der Pendlereuro nun endlich verdreifacht wurde, ist nicht nur richtig, sondern längst überfällig. Die Lebensrealität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – vor allem außerhalb der Ballungsräume – wurde jahrelang zu wenig berücksichtigt“, betont Kevin Friedl, Obmann des Pendlerforums Burgenland.

Konkrete Beispiele aus dem Burgenland

Oberwart Eisenstadt
Einfache Strecke: ca. 90 km

bis 2025: 90 km × 2 € = 180 € pro Jahr

ab 2026: 90 km × 6 € = 540 € pro Jahr
Entlastung: +360 € jährlich

Oberpullendorf Mattersburg
Einfache Strecke: ca. 30 km

bis 2025: 60 € pro Jahr

ab 2026: 180 € pro Jahr
Entlastung: +120 € jährlich

Güssing Jennersdorf
Einfache Strecke: ca. 25 km

bis 2025: 50 € pro Jahr

ab 2026: 150 € pro Jahr
Entlastung: +100 € jährlich

„Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit. Dass diese Realität nun stärker berücksichtigt wird, ist ein klares positives Signal“, erklärt Wolfgang Sodl, Präsident des Pendlerforums Burgenland.

Pendlerforum fordert weiteren Ausbau

Das Pendlerforum Burgenland sieht die Verdreifachung des Pendlereuros als wichtigen Meilenstein, betont aber zugleich: „Die Reform ist ein erster Schritt – aber sie darf nicht der letzte bleiben. Gerade in einem Pendlerland wie dem Burgenland braucht es auch künftig zielgerichtete Entlastungen“, so Friedl abschließend.

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