Halb, Trinkl und Deutsch empört: „Schließung der Post-Zustellbasis Jennersdorf wird zur bitteren Realität“

Jennersdorf, 15. 1. 2026

„Schließung der einzigen Post-Zustellbasis im Bezirk ist massiver Einschnitt in die regionale Daseinsvorsorge.“ – Rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern droht Versetzung an Standorte in der Steiermark. – LAbg. Halb kündigt Initiative im Burgenländischen Landtag an.

LAbg. Bgm. Fabio Halb, Bgm. Reinhard Deutsch und BR. Bgm. Mario Trinkl

Wovor die SPÖ und die Bürgermeister der Region bereits ab Oktober eindringlich gewarnt haben, wird nun zur bitteren Realität: Nach nun vorliegenden Informationen soll die Post-Zustellbasis Jennersdorf im März geschlossen werden. SPÖ-Landtagsabgeordneter Fabio Halb, SPÖ-Bundesrat Mario Trinkl und Jennersdorfs Bürgermeister Reinhard Deutsch zeigen sich über diese Entwicklung empört und kündigen weiteren Widerstand an. „Monate lang hat man unsere Warnungen abgetan und von Seiten der Post AG beschwichtigt. Jetzt zeigt sich: Die Sorgen der Bevölkerung und der Beschäftigten waren mehr als berechtigt“, erklärt SPÖ-LAbg. Fabio Halb. „Die Schließung der einzigen Post-Zustellbasis im Bezirk Jennersdorf ist ein massiver Einschnitt in die regionale Daseinsvorsorge und ein weiterer Kahlschlag im ländlichen Raum.“

Von der Schließung sind rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, denen Versetzungen an Standorte in der Steiermark drohen. „Das bedeutet längere Arbeitswege, zusätzliche Belastungen und den Verlust eines wichtigen regionalen Arbeitsplatzstandorts“, so Halb. „Für den Bezirk Jennersdorf ist das ein schwerer Schlag.“

Auch SPÖ-Bundesrat Mario Trinkl übt scharfe Kritik und sieht die Verantwortung klar auf Bundesebene: „Die Post ist ein Unternehmen mit öffentlichem Auftrag. Wer Standorte im ländlichen Raum zusperrt, stellt diesen Auftrag infrage. Es kann nicht sein, dass Regionen wie Jennersdorf die Zeche für Konzernstrategien zahlen, während gleichzeitig von gleichwertigen Lebensverhältnissen gesprochen wird.“

Jennersdorfs Bürgermeister Reinhard Deutsch zeigt sich ebenfalls tief enttäuscht: „Diese Entscheidung ist völlig unverständlich und wirtschaftlich unsinnig. Wir reden hier von einem funktionierenden Standort, in den zuletzt noch investiert wurde. Eine Bezirksstadt darf nicht weiter an Infrastruktur verlieren – sonst gefährden wir langfristig Lebensqualität, Versorgungssicherheit und regionale Stabilität.“

Die Gemeinden des Bezirkes seien geschlossen gegen eine Schließung aufgetreten. „Alle Bürgermeister im Bezirk haben klar Position bezogen. Dass diese klare regionale Stimme nun ignoriert wird, ist ein fatales Signal“, so Halb, Trinkl und Deutsch unisono.

SPÖ-LAbg. Fabio Halb kündigt abschließend konkrete politische Schritte an: „Wir werden diese Schließung nicht einfach hinnehmen. Wir werden eine Initiative im Burgenländischen Landtag setzen, um ein klares Bekenntnis zum Erhalt der Post-Infrastruktur im ländlichen Raum einzufordern.“

 

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