Wien, 30. 4. 2026
Investitionen in Hochwasserschutz, Trink- und Abwasserversorgung sowie Gewässerökologie
Die Versorgung der Bevölkerung mit hochqualitativem Trinkwasser, die Entsorgung der Abwässer und der Schutz vor Hochwasser sind wichtige Aufgaben unserer Gemeinden und Länder, die das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) dabei tatkräftig und finanziell unterstützt.

Umweltminister Norbert Totschnig: „Wasser ist unsere wertvollste Ressource und die Grundlage für die Lebensqualität in Österreich. Unsere Investitionen der vergangenen Jahre zahlen sich aus und helfen uns, die Folgen des Klimawandels besser abzufedern als in vielen anderen Ländern. Damit die Qualität und die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleistet bleiben, investieren wir konsequent in neue Leitungen, in den Schutz unserer Wasserressourcen, in die Instandhaltung bestehender Netze und gezielt in regionale Wasserprojekte. Ein klares Signal dafür ist die Entscheidung der Kommission Wasserwirtschaft vom 30. April 2026, insgesamt 141 Mio. Euro für Wasserprojekte zu genehmigen.“
Im Detail entfallen 78 Mio. Euro auf die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, 39,4 Mio. auf den Hochwasserschutz und 23,4 Mio. auf Maßnahmen zur Ökologisierung der Gewässer.
Insgesamt unterstützt das BMLUK damit 925 Projekte finanziell und löst Gesamtinvestitionen von 566 Mio. Euro aus. Rund 10.000 Arbeitsplätze – vor allem in Planung und Bau – werden dadurch österreichweit gesichert.
Im Burgenland lösen 2,3 Mio. Euro an Bundesfinanzierung insgesamt 9 Mio. Euro an Investitionen aus. Dadurch können 33 Wasserprojekte umgesetzt werden.
25 Projekte für kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung im Burgenland
Mit der neuen Finanzierungszusage werden 25 Projekte im Burgenland im Bereich Trinkwasser und Abwasser mit 1,6 Mio. Euro unterstützt – das löst Investitionen von rund 8 Mio. Euro aus. „Gerade Trinkwasserversorgungsprojekte sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von höchster Priorität. Auch die Sanierung unserer Kanalnetze und der Ausbau der Kläranlagen sind dringend notwendig“, so Totschnig. Dazu zählen auch Projekte im Bereich der blau-grünen Infrastruktur, etwa Entsiegelung oder Versickerungsanlagen. Zudem läuft derzeit eine österreichweite Erhebung des zukünftigen Investitionsbedarfes der Gemeinden und Verbände. Die Investitionskostenerhebung liefert eine zentrale Datengrundlage für die langfristige Sicherung und Finanzierung der österreichischen Wasser‑ und Abwasserinfrastruktur.
Ein aktuelles Beispiel im Burgenland betrifft den Abwasserverband Bezirk Jennersdorf, der den Verbandssammler Raabtalsammler mit rund 1 Kilometer Länge saniert. Die Maßnahmen kosten in Summe 425.000 Euro und werden vom BMLUK mit 110.000 Euro Unterstützung mitfinanziert.
260.000 Euro für naturnahe Fließgewässer im Burgenland
Für die Ökologisierung der Flüsse stellt das BMLUK 260.000 Euro bereit. Damit wird der Tauscherbach durch Umbau einer bestehenden 3 Meter hohen Sohlstufe zu einer aufgelösten Rampe fischdurchgängig gemacht. Die Projektkosten von rund 260.000 Euro werden vollständig vom BMLUK übernommen. „Wir setzen laufend Maßnahmen zur Ökologisierung, um unsere Flüsse als wichtige Lebensräume zu sichern und zu verbessern“, betont Totschnig.
455.000 Euro für den Hochwasserschutz im Burgenland
Auch der Schutz vor Naturgefahren bleibt in Zukunft ein zentrales Thema. „Seit Jahrzehnten investieren wir konsequent in den Hochwasserschutz. Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit“, so der Umweltminister. 7 Projekte für einen vorbeugenden Hochwasserschutz bzw. zur Instandhaltung von bestehenden Anlagen werden mit 455.000 Euro aus Mitteln des BMLUK finanziert, wodurch Investitionen von 600.000 Euro ausgelöst werden.
Ein Beispiel ist die Erstellung eines Gefahrenzonenplans für den Pöttschinger Bach im Burgenland. Der Gefahrenzonenplan dient der Vorsorge und Sicherheit vor Naturgefahren, und wird erstellt, um Gefahrenbereiche zu identifizieren und Risiken für Menschen und Sachwerte zu minimieren. Die Gesamtkosten betragen 100.000 Euro, die vollständig vom BMLUK getragen werden.

