Eisenstadt, 29. 6. 2026
„Viele Kinder wissen heute immer weniger darüber, woher Lebensmittel kommen und wie sie entstehen. Wer aber nicht versteht, wie Lebensmittel produziert werden, kann ihren Wert nur schwer einschätzen“, betont der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer Nikolaus Berlakovich. Lebensmittelkompetenz schaffe Wertschätzung für regionale Produkte, die Arbeit der heimischen Bäuerinnen und Bauern sowie für Qualität, Regionalität und Saisonalität.
Wichtige Beiträge leisten bereits bestehende Angebote wie die Seminarbäuerinnen oder „Schule am Bauernhof“. „Kinder erleben dort unmittelbar, wie Lebensmittel entstehen. Solche praxisnahen Angebote sollten noch stärker genutzt werden“, so Berlakovich.
Für Agrarsprecherin LAbg. Carina Laschober-Luif ist Lebensmittelkompetenz eine wichtige Zukunftskompetenz: „Sie ist Gesundheits-, Konsum- und Alltagskompetenz zugleich. Junge Menschen sollen lernen, wie Ernährung ihre Gesundheit beeinflusst, warum Regionalität wichtig ist und wie bewusste Kaufentscheidungen getroffen werden.“
Um Lebensmittelkompetenz nachhaltig zu stärken, sprechen sich Berlakovich und Laschober-Luif für eine Weiterbildungsoffensive „Lebensmittelkompetenz Burgenland“ mit modularen Kursangeboten für Lehrerinnen und Lehrer sowie für eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und regionalen landwirtschaftlichen Betrieben aus.

„Wer versteht, wie Lebensmittel entstehen, trifft bewusstere Entscheidungen, vermeidet Lebensmittelverschwendung und stärkt gleichzeitig die regionale Landwirtschaft. Das Burgenland hat das Potenzial, bei der Lebensmittelbildung österreichweit eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so Laschober-Luif.
„Lebensmittelkompetenz endet nicht im Klassenzimmer. Sie bedeutet auch, Verständnis für die Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft zu schaffen und Wertschätzung für jene zu fördern, die täglich hochwertige regionale Lebensmittel produzieren“, betonen Berlakovich und Laschober-Luif abschließend.


