Podersdorf, 6. 8. 2026
Am 8. August, dem Tag der Paradeiser, steht dieses Lieblingsgemüse im Mittelpunkt.
Sie sind fixer Bestandteil unserer Ernährung und erfreuen sich – gerade im Sommer – enormer Beliebtheit – die Paradeiser. Am 8. August, dem Tag der Paradeiser, werden diese Vitamin-Wunder in den Mittelpunkt gestellt. Aber die aus Südamerika stammende Frucht wurde vorerst in Europa eher kritisch betrachtet, heutzutage ist sie aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken. Das Burgenland ist mit rund einem Drittel der Produktionsfläche flächenmäßig das größte Paradeiseranbauland in Österreich. Im Vergleich zu gesamt Österreich mit ca. 192 ha Tomatenproduktionsfläche entfallen mit 61 ha somit 32 Prozent auf burgenländischen Anbau (gefolgt von Wien mit 33 ha, der Steiermark mit 38 ha und Niederösterreich mit 34 ha). 2025 wurden im Burgenland insgesamt zirka 17.950 Tonnen Paradeiser geerntet, davon rund 51 ha in Gewächshäusern und Folientunnel und 10 ha auf Freilandflächen. Somit befinden sich 71 % der österreichweiten Freilandproduktionsfläche im Burgenland. Der Anteil der Paradeisererntemenge (17.950 Tonnen) im Vergleich zur gesamten burgenländischen Gemüseerntemenge (61.800 Tonnen) beträgt 29%.

Paradeiserkonsum in den letzten 20 Jahren verdoppelt
„Lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich bei Paradeiser vor 20 Jahren noch bei 16 kg, lassen sich die Österreicher heutzutage pro Jahr im Durchschnitt rund 30 kg schmecken. Das ist fast doppelt so viel“, berichtet LK-Präsident Nikolaus Berlakovich und merkt an, dass der Selbstversorgungsgrad in Österreich bei lediglich rund 20 Prozent liegt und somit nur ein Fünftel des in Österreich benötigten Tomatenbedarfs durch heimische Produktion gedeckt wird. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Paradeisern der heimischen Konsumenten liegt in Mitteleuropa im Spitzenfeld, noch vor Deutschland (mit ca. 28 kg). Deutlich mehr Paradeiser werden im Süden von Europa verzehrt – in Italien, Spanien oder Portugal liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 100 kg.
Von den weltweit rund 2.500 wichtigen Paradeisersorten werden ca. 25 für die agrarische Hauptproduktion verwendet. Schätzungen zufolge gibt es weltweit bis zu 23.000 verschiedene, großteils Hobby- und Liebhabersorten. Auch Gastronom Andreas Glück vom Weingut zur Dankbarkeit in Podersdorf am See setzt bei Paradeisern bewusst auf Regionalität: „Gerade beim Paradeiser schmeckt man den Unterschied. Deshalb verwenden wir in unserer Küche ausschließlich regionale Produkte. Diese Frische und Qualität wissen auch unsere Gäste sehr zu schätzen.“ Die beliebtesten Paradeisersorten der Österreicher sind die Kremser Perle (eine Buschtomate), verschiedene Cocktailtomaten wie Picolino und Donna, sowie Fleischtomaten, wie die Ochsenherztomate. Auch alte Sorten wie Grüne Zebra und Black Plum erfreuen sich großer Beliebtheit.
Lukas Sattler, Geschäftsführer der Gartenbau Sattler GmbH in Tadten, betont: „Heimische Paradeiser stehen für Frische, Qualität und besten Geschmack. Mit Zeit, Sorgfalt und den richtigen Bedingungen entstehen aromatische Früchte, bei denen man den Unterschied schmeckt.“
„Vom Geschmack und der Farbe ist bei den Paradeisern auf jeden Fall für alle etwas dabei: von saftig und süß bis hin zu fruchtig und säuerlich, von weiß über gelb bis hin zu dunkelviolett. Von den kleinen Cherry-Paradeisern bis hin zum berühmten großen Ochsenherz – der Phantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt“, beschreibt Berlakovich und appelliert an die Konsumentinnen und Konsumenten: „Beim Einkauf immer auf die Herkunft schauen und wenn möglich heimische, regionale Lebensmittel kaufen.“
Schon gewusst?
Ernährungsexperten empfehlen einen täglichen Verzehr von ca. 250 g Tomaten. Das entspricht etwa fünf mittelgroßen Früchten. Diese können Sie frisch genießen, braten, kochen oder backen – roh sind sie besonders kalorienarm. Der in Tomaten reichlich enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Lycopin wirkt stark antioxidativ und senkt somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Tomaten erfüllen die fünfte Qualität des Geschmackssinns. Neben süß, sauer, salzig und bitter gibt es umami. Das heißt übersetzt aus dem Japanischen “fleischig und herzhaft, wohlschmeckend”. Auch Fleisch, Käse und Pilze können “umami“ schmecken.


