Grüne – Juranich: „Heute ist ein guter Tag für die burgenländischen Volksgruppen“

Eisenstadt, 7. 7. 2026

„Heute ist ein guter Tag für die burgenländischen Volksgruppen. Der Nationalrat hat einen wichtigen Schritt für ein zeitgemäßes Volksgruppenrecht gesetzt und damit die gesellschaftliche Bedeutung der Volksgruppen für unser Land sichtbar gestärkt“, sagt der GRÜNE Landtagsabgeordnete und Volksgruppensprecher Philip Juranich anlässlich eines entsprechenden Beschlusses im Österreichischen Nationalrat, der von allen Fraktionen mit Ausnahme der Freiheitlichen gefasst wurde. Künftig werden alle sechs anerkannten autochthonen Volksgruppen Österreichs verfassungsrechtlich im Volksgruppengesetz verankert, darunter auch die kroatische und die ungarische Volksgruppe sowie die Volksgruppe der Roma, die im Burgenland beheimatet sind.

LAbg. Philip Juranich, Grüne

„Das ist ein wichtiges und längst überfälliges Zeichen der Anerkennung. Die kroatische und ungarische Volksgruppe sowie die Volksgruppe der Roma sind ein wesentlicher Teil der burgenländischen Identität. Dass sie nun gemeinsam mit allen anderen autochthonen Volksgruppen klar im Verfassungsrang genannt werden, stärkt Sichtbarkeit, Respekt und Wertschätzung“, so Juranich, der selbst Burgenlandkroate ist.

Positiv bewertet Juranich auch die Einführung eines umfassenden jährlichen Volksgruppenberichts. Dieser soll künftig nicht mehr nur die Verwendung von Fördermitteln abbilden, sondern die Lage der Volksgruppen insgesamt sichtbar machen – insbesondere in den Bereichen Sprache und Kultur. Zudem sollen die Volksgruppenbeiräte stärker eingebunden und im parlamentarischen Prozess gehört werden. „Die stärkere Einbindung der Beiräte ist ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz und echter Beteiligung“, sagt Juranich.

Gleichzeitig brauche es auch in Zukunft weitere Schritte für ein modernes Volksgruppenrecht. Juranich: „Das Burgenland zeigt, wie sehr sprachliche und kulturelle Vielfalt unser Zusammenleben bereichert. Diese Vielfalt zu achten, zu sichern und zu fördern, ist eine gemeinsame Aufgabe.“

 

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