Eisenstadt, 30. 7. 2026
Zarits: „Pflegepolitik muss sich daran messen lassen, was sie für die Menschen leistet.“

Mit dem Dialogformat „Brennpunkt Burgenland“ geht die Volkspartei Burgenland einen neuen Weg: Zukunftsfragen sollen nicht hinter verschlossenen Türen, sondern gemeinsam mit Expertinnen und Experten, Betroffenen sowie den Burgenländerinnen und Burgenländern diskutiert werden. Den Auftakt machte im Juni das Thema Pflege. Mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten in Rudersdorf darüber, wie eine verlässliche Pflege der Zukunft aussehen muss. „Wir haben bewusst zugehört und unterschiedliche Erfahrungen aufgenommen. Aus diesem Dialog ist unser Zukunftsimpuls Pflege entstanden. Er ist unser Beitrag zur Diskussion darüber, wie Pflege im Burgenland in Zukunft aussehen soll“, erklärt ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits.
Im Mittelpunkt des Zukunftsimpulses steht nicht das System, sondern der Mensch. Ziel ist ein Pflegesystem, das Selbstständigkeit möglichst lange erhält, rasche Hilfe garantiert und echte Wahlfreiheit sichert. „Unser Grundsatz lautet: So viel Unterstützung wie notwendig, so viel Selbstständigkeit wie möglich. Gute Pflege beginnt nicht erst dann, wenn Menschen dauerhaft pflegebedürftig sind, sondern dort, wo wir sie dabei unterstützen, ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Deshalb wollen wir Remobilisation und aktivierende Pflege stärken. Das bedeutet, Menschen nach einer Krankheit, einer Operation oder einem Unfall gezielt dabei zu unterstützen, verlorene Fähigkeiten wiederzuerlangen und ihren Alltag wieder möglichst selbstständig bewältigen zu können. Jede Fähigkeit, die zurückgewonnen wird, bedeutet mehr Lebensqualität für die Betroffenen, entlastet Angehörige und stärkt gleichzeitig unser gesamtes Pflegesystem“, so Zarits.
„Pflege darf kein Suchspiel sein.“ Mit diesen Worten stellt Zarits zwei zentrale Vorschläge des Zukunftsimpulses vor: eine Pflegegarantie und einen verbindlichen Pflege-Leistungskatalog. Nach Vorstellung der Volkspartei soll jede Burgenländerin und jeder Burgenländer innerhalb einer Woche nach Feststellung des konkreten Pflegebedarfs zumindest eine erste Versorgungsleistung erhalten. Gleichzeitig soll ein Pflege-Leistungskatalog klar festlegen, welche Leistungen zustehen, welche Kosten übernommen werden und welche Unterstützung Angehörige erhalten.
„Wer plötzlich Pflege braucht, muss rasch Hilfe bekommen und wissen, worauf er sich verlassen kann. Genau diese Sicherheit wollen wir schaffen“, betont Zarits.
„Pflege ist eine der persönlichsten Entscheidungen im Leben. Deshalb muss die Wahl bei den Menschen und ihren Familien bleiben. Ein zentrales Bettenmanagement, bei dem letztlich eine Behörde darüber entscheidet, welcher Pflegeplatz vergeben wird, widerspricht unserem Verständnis von Selbstbestimmung. Die Entscheidung über den letzten Lebensabschnitt eines Menschen darf nicht zur Verwaltungsentscheidung werden. Wir wollen Wahlfreiheit statt Zuteilung und faire Rahmenbedingungen für öffentliche, gemeinnützige und private Anbieter gleichermaßen. Nicht die Organisationsform entscheidet über gute Pflege, sondern die Qualität der Betreuung. Pflegepolitik muss sich daran messen lassen, was sie für die Menschen leistet und nicht daran, wie sie Verwaltung organisiert. Dafür steht unser Zukunftsimpuls: Selbstbestimmt leben. Verlässlich versorgt.“, so Zarits abschließend.


