LH Doskozil: Gesundheitswesen braucht weder Zentralisierung noch künstliche Grenzen

Eisenstadt, 9. 1. 2026

„So viel überregionale Planung wie nötig, so große regionale Spielräume wie möglich!“

Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil erneuert in der Diskussion über das Gesundheitswesen seine Absage an Zentralisierungstendenzen und spricht sich für größtmögliche regionale Autonomie aus. „Wir brauchen im österreichischen Gesundheitswesen keine künstlichen Grenzen und auch keine Zentralisierung. Entscheidungen müssen möglichst dort getroffen werden, wo es für die Patienten nötig und entscheidend ist – in den Regionen. Alles andere würde gerade für das Burgenland schmerzhafte Einschnitte bedeuten und auf Klinikschließungen hinauslaufen.“ Was die Gastpatienten-Frage betrifft, gelte es „ernst zu nehmen, was geltendes Recht und geltende Vertragslage ist. Es gibt eine 15a-Vereinbarung und eine Regelung im aktuellen Finanzausgleich, der alle Länder zugestimmt haben und die nicht einseitig in Frage gestellt werden kann“, so Doskozil. Das Burgenland habe seine Lehren aus dem unnötig vom Zaun gebrochenen Gastpatienten-Streit aber gezogen und verstärke seine Gesundheitsoffensive.

„Unser vorrangiges Ziel ist es, so viele spitzenmedizinische Leistungen wie möglich im Burgenland selbst anzubieten, um der Bevölkerung lange Wartezeiten oder Abweisungen zu ersparen – wobei wir natürlich auch keine Gastpatienten aus anderen Bundesländern ausschließen.“ Grenzüberschreitende Planung und Zusammenarbeit seien sinnvoll und notwendig, dürften aber nicht dazu führen, Angebote abzubauen oder gerade im ländlichen Raum die Spitalsstruktur zu schwächen, so LH Doskozil, der an seiner klaren Position festhält: Die grundlegenden Fragen des österreichischen Gesundheitswesens und seiner nachhaltigen Finanzierung müssen beim nächsten Finanzausgleich geklärt werden.

„So viel überregionale Planung wie nötig, so große regionale Entscheidungsspielräume wie möglich – nur so können wir die bestmögliche Versorgung der Menschen in allen Teilen Österreichs gewährleisten“, formuliert Doskozil den aus seiner Sicht zentralen Grundsatz. Sowohl eine gesundheitspolitische „Teilung“ des Burgenlandes als auch eine von Teilen der ÖVP geforderte Zentralisierung des Gesundheitswesens, die im Burgenland zwangsläufig zu Klinikschließungen führen würde, sei daher klar abzulehnen, so Doskozil.

Share Button

Related posts