Eisenstadt, 26. 3. 2026
Anlässlich des heutigen Pressegesprächs im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus zur Regierungsvorlage des Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) zeigt sich für die GRÜNEN Burgenland einmal mehr, dass die Bundesregierung die Klimakrise nicht ernst genug nimmt. Die gesetzten Ziele sind wenig ambitioniert und werden die Abhängigkeit von fossiler, teurer Energie weiter verlängern.

Für Klubobmann Wolfgang Spitzmüller steht fest: „Diese Regierung kann Klimaschutz nicht, das zeigt sich leider einmal mehr und wird die Abhängigkeiten von fossiler teurer Energie weiter verlängern. Während das Burgenland bereits jetzt konkrete Maßnahmen umsetzt und die Energiewende aktiv vorantreibt, liefert die Bundesregierung nur halbherzige Zielvorgaben.“
Zielvorgabe für das Burgenland: zusätzliche erneuerbare Stromerzeugung von 4,460 TWh bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2020
„Das Burgenland macht seine Hausaufgaben, und geht sogar deutlich weiter als es die neuen Zielvorgaben verlangen. Während andernorts noch diskutiert wird, setzen wir konkrete Projekte um und treiben die Energiewende aktiv voran. Im Jahr 2020 konnten wir 50% des Energiebedarfs im Burgenland selbst decken, 2025 waren es bereits 70% und die Tendenz zeigt weiterhin steil nach oben“, erklärt Spitzmüller.
Im Burgenland wird dieser Weg seit letztem Jahr auch gesetzlich durch das Klimaschutzgesetz abgesichert. Ein klarer Pfad zur Energieunabhängigkeit und Klimaneutralität bis 2040 ist damit erstmals verbindlich gesetzlich verankert worden.
Das Klimaschutzgesetz schafft dafür klare rechtliche Strukturen und verpflichtet das Land zu konkreten Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem eine verbindliche Klimastrategie mit überprüfbarem Reduktionspfad für Treibhausgase, sektorale Ziele für zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude oder Landwirtschaft sowie ein klares Ausbauziel für erneuerbare Energie von mindestens 9.300 GWh jährlich bis 2030 aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.
„Während das Burgenland konkrete Gesetze beschließt, Milliarden in erneuerbare Energie investiert und die Energieunabhängigkeit vorantreibt und somit das vorgegebene Ziel mehr als deutlich übersteigt, bremsen die Bundesregierung und andere Bundesländer noch immer beim Ausbau der Erneuerbaren. Vor allem die von ÖVP und FPÖ geführten Länder müssen endlich aufwachen und ihre Blockadehaltung beenden. Die Energiewende ist längst Realität, wer sie weiter verzögert, gefährdet Klima, Wirtschaft und Versorgungssicherheit“, so Spitzmüller abschließend.

